Eselkutsche in Valencia
In Valencia ist der Verkehr meist nicht so gelassen wie hier © tb

5.09.2015

Tempo-30-Zone im Zentrum von Valencia

Seit dem 1. September ist das historische Zentrum von Valencia eine Tempo-30-Zone. Überhaupt will die neue in Regierungsverantwortung stehende Partei Compromís per València den Verkehr komplett umkrempeln. Die Zukunft gehört dem Fahrrad.

von Marcos Fernández Vacas

Auf Valenciano heißt die Altstadt Ciutat Vella. Sie ist teilweise umringt von einer mittelalterlichen Stadtmauer. In nicht allzu ferner Zukunft soll sie komplett verkehrsberuhigt sein. Die entmachtete konservative PP ist dagegen.

Streit um das richtige Modell

Der ehemalige Stadtrat Alberto Mendoza konnte seine Wut im Interview mit El País kaum bremsen: “Valencia war bisher Referenzstadt in Sachen Mobilität und Verkehr. Das ist ein Modell exklusiv für einige wenige”. Doch Bürgermeister Joan Ribó hat sein Ziel fest im Auge. “Irgendwann ist hier so wenig Verkehr wie in einer Fußgängerzone”. Als neuer Mann an der Macht macht er resolut eines seiner Wahlversprechen wahr. Mehr Fahrräder sollen das Bild der Stadt in Zukunft prägen.

Millionen für Barcelona und Madrid, nichts für Valencia

Überhaupt möchten die Regierenden den öffentlichen Verkehr verbessern. “Es geht vor allem um das Bewusstsein der Bürger”, so der verantwortliche Stadtrat Giuseppe Grezzi. Die Politiker aus Valencia kritisieren dabei die Politik des zentralistisch organisierten Spanien. Bei der Investition in die Metros des Landes lässt nämlich die konservative Regierungspartei PP Valencia außen vor. Barcelona aber bekommt im nächsten Jahr 126 Millionen Euro, Madrid 98 Millionen Euro. Zurecht bemängelt Valencia eine solch ungerechte Politik.

 

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