Eine Autobahn in Spanien
Nächstes Jahr müssen Fahrer auf der Autobahn keine höheren Preise zahlen © tb

9.12.2014

In Spanien bleiben die Mautpreise stabil

Zum ersten Mal seit fünf Jahren steigen 2015 in Spanien die Mautpreise für Autobahnen nicht. Es sind mehr Autofahrer in den letzten Monaten auf den Schnellstraßen unterwegs. Die geringe Inflation spielt eine wichtige Rolle.

von Marcos Fernández Vacas

Nach Angaben des Verkehrsministeriums waren letztes Jahr in Spanien durchschnittlich 16 763 Wagen zur gleichen Zeit auf den Autobahnen unterwegs, so die Nachrichtenagentur Europapress. So viel wie seit sieben Jahren nicht mehr.

Maut ist nicht an den offiziellen Preis-Index gebunden

Hinzu kommt die inflationsbedingt geringe durchschnittliche Preissteigerung auf Verkehrswegen von 0,01% im Vergleich zum Jahr 2013. Zum letzten Mal gestiegen war die Maut im Januar dieses Jahres, prozentual gesehen um 1,85%. Die Betreiber der Autobahnen berechnen die Preise nach einem eigenen mathematischen System, in dem auch ein Faktor wie die Anzahl der Automobile einbezogen ist. Denn seit letztem Jahr sind sie per Gesetz nicht mehr an den von der Regierung herausgegebenen offiziellen Preis-Index gebunden. Insgesamt gibt es 2 550 Kilometer Autobahn in Spanien.

Bald kommen auch Preisnachlässe

Ein weiteres Verkehrsprojekt ist in diesem Zusammenhang für das nächste Jahr geplant. Die Autobahnbetreiber möchten in Zukunft auch Preisnachlässe anbieten. Zusammen mit Forschern und dem spanischen Verkehrsministerium ist ein Autobahnplan ähnlich einem Stadtplan geplant, in dem all die Streckenabschnitte mit dem schwächsten Verkehrsaufkommen zu sehen sind. So ist es dann möglich, flexibel in der Art von Happy-Hours in Kneipen günstige Angebote für bestimmte Zeiten anzubieten. Die Experten hoffen, damit die in Spanien oft überladene Verkehrssituation zu beruhigen. Höhere Sicherheit ist dabei ein von allen Beteiligten angestrebtes Ziel.

 

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