Schilder
Solche Schilder auf Ibiza sind schöner als „Balkoning prohibido“ oder „Sangría bitte unter 7 Liter saufen“ © tb

11.07.2017

Balconing-Irrsinn auf Ibiza und Mallorca

Letzten Freitag hat sich ein junger Tourist auf Ibiza nach einem Balconing-Sprung schwer an der Wirbelsäule verletzt. Nun ist er querschnittsgelähmt. Der 27-jährige liegt momentan in der Klinik Hospital Universitari de Son Espases in Palma de Mallorca. Alkoholisierte Jugendliche sorgen in letzter Zeit immer wieder für Schlagzeilen, weil sie solche waghalsigen Sprünge riskieren.


von Marcos Fernández Vacas

Der Unfall ereignete sich in einem Hotel des Ortes Sant Antoni auf der Ferieninsel Ibiza. Der junge Mann sprang um 6:30 Uhr morgens vom Balkon, um im Pool zu landen.

Alkohol spielte vermutlich eine Rolle

Ob es dabei reiner Übermut war oder eine Kurzschlusshandlung vorlag, konnte die Polizei bis jetzt nicht mitteilen. Die Policía Nacional setzt die Ermittlungen fort. In den meisten Fällen ist bei den Balconing-Opfern Alkohol im Spiel. Wie es nun mit der medizinischen Versorgung des jungen Iren weitergeht, bleibt unklar. Weder die Mediziner aus Palma, noch eine offizielle Behörde der Insel gab dazu Informationen preis.

Todesopfer im März auf Mallorca

Im März starb das erste Balconing-Opfer diesen Jahres auf Mallorca. Auch hier war es ein ausländischer Tourist, nämlich ein  20-jähriger Däne. Ort des Geschehens war die Hochburg des Party-Tourismus El Arenal im Süden der Hauptstadt Palma de Mallorca. Der junge Mann stürzte aus dem zehnten Stock eines Hotels. Mutmaßlich hatte er sich mit seinem Lebensgefährten gestritten. Auch in diesem Fall war Alkohol im  Spiel.

Balconing ist Mode unter Jugendlichen

Seit rund fünf Jahren ist die gefährliche Mutprobe des Balconing auf Mallorca unter Jugendliche in Mode gekommen. Die meisten Übermütigen sind dabei Briten, die sich oft in Magaluf einquartieren. Entweder klettern sie von Balkon zu Balkon oder springen von dort aus in einen Swimmingpool. In den letzten drei Jahren sind laut regionaler Medien 16 Menschen auf diese Weise zu Tode gekommen. Wohlgemerkt auf dem gesamten Balearen-Archipel, also inklusive Formentera und Menorca.

 

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