Kathedrale von Palma de Mallorca
Die Kathedrale des erzbistums von Mallorca ist ein Anziehungspunkt für Touristen © mfv

15.12.2015

Trubel um Erzbischof von Mallorca

Große Aufregung in Spanien. Angeblich hat der Erzbischof von Mallorca eine Geliebte. Es sind  kompromittierende Fotos von Javier Salinas und seiner Sekretärin aufgetaucht. Der Vatikan ermittelt bereits.


von Marcos Fernández Vacas

Die Regionalzeitung Diario de Mallorca hat Fotos veröffentlicht, die die nächtlichen Besuche der kirchlichen Angestellten beim ranghohen Geistlichen dokumentieren. Seiner Meinung nach ist das ein mieser Schachzug des Ex-Ehemannes der mutmaßlichen Geliebten.

Kein Kommentar seitens der Kirche

Getroffen haben sie sich wohl seit einiger Zeit täglich im bischöflichen Palast von Palma de Mallorca. Bischof Salinas zeigte sich gegenüber der Presse nun überrascht: „Jetzt muss man halt Schneid haben, um den Dingen zu trotzen“. Seine kämpferische Haltung kommentiert die spanische Bischofskonferenz nicht. Überhaupt gibt sie sich in diesem Falle recht kleinlaut. „Wir haben keine weitere Informationen“, so lapidar äußert sich Ricardo Blázquez. Der ist umstrittener Präsident der Bischofskonferenz, Erzbischof von Valladolid und normalerweise ziemlich lautstark.

Kinderraub durch Nonnen während der Diktatur

Schon seit einigen Jahren ist die Katholische Kirche in Spanien nicht frei von Skandalen. Auch sie hat mit einigen Pädophilie-Fällen zu tun. Die allerschlimmsten Fälle von Machtmissbrauch waren jedoch die der geraubten Babies während der Franco-Diktatur. Vor allem Nonnen, die als Krankenschwestern arbeiteten, nahmen alleinstehenden jungen Müttern die kleinen Kinder weg. Die kamen dann zu Familien, die der faschistischen Bewegung wohlgesonnen waren. Nach Angaben der Opferverbände handelt es sich um rund 200 000 Fälle. Kirche und offizielle Politik wenden sich sogar bei diesem brisanten Thema ab.

 

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Muschelmord, Tod auf dem Jakobsweg. Der Krimi. Ein Polizist ermittelt undercover im Pilgermilieu:

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