Senat
Spaniens Senat liegt mitten in Madrid © tb

18.05.2015

Spanischer Senat veröffentlicht seine Tondokumente

Der spanische Senat hat alle Tondokumente des Parlaments seit Beginn der Demokratie bis 1996 veröffentlicht. Bis zu diesem Zeitpunkt gehören die Filmdokumente dem Staatssender RTVE. Danach ist alles in Eigenregie auf Video aufgenommen.
 
von Marcos Fernández Vacas

Zu den historischen Tondokumenten gehört auch der berühmt-berüchtigte Putschversuch von Tejero am 23. Februar 1981. Und auch die wenigen Reden der berühmten Kommunistin Dolores Ibárruri „La Pasionaria“. Auf der Homepage des Kongresses ist das alles nun kostenlos zugänglich.

Digitalisierung verbannt das Papier

Laut dem digitalen Nachrichtenkanal Público „ist es ein weiterer Schritt im intensiven Prozess der Digitalisierung der Archive“. Der Quelle aus dem Kongress in Madrid zufolge, ist dies schon seit einigen Jahren in Arbeit. Es war der ehemalige Präsident der Kammer, Manuel Marín, der 2004 die digitale Dokumentation ins Leben rief. Ziel war es, das Papier aus dem parlamentarischen Leben zu verbannen.

Unschätzbarer historischer Wert

Der historische Wert der Audio-Aufnahmen ist unschätzbar. Nun sind auf der Homepage des Kongresses www.congreso.es alle Debattenbeiträge abrufbar. So eben auch die konstituierende Sitzung vom 15. Juni 1977, die das erste demokratisch gewählte Parlament nach der Franco-Diktatur war. All dies ist digital auch schriftlich erfasst, nämlich in PDF-Dateien. Eine Goldgrube für Historiker und Politikwissenschaftler.

 

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Literatur-Tipp

Muschelmord, Tod auf dem Jakobsweg. Der Krimi. Ein Polizist ermittelt undercover im Pilgermilieu:

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