Zwei Kite-Surfer am Strand
Die Strände von Valencia sind bei Kite-Surfer beliebt, aber ... © tb

19.08.2014

Umweltaktivisten kritisieren Strände von Valencia

Die Umweltaktivisten Ecologistas en Acción bemängeln den Zustand vieler Strände in der Provinz Valencia. Insgesamt 30 Küstenabschnitte erhalten eine schwarze Fahne. Vor allem der organische Abfall ist ein Problem.

von Marcos Fernández Vacas
    
Betroffen sind unter anderem die Strände von Castellón, Benicarló, Peñíscola, Torreblanca, Oropesa, Benicàssim, Burriana, Moncofa und Chilches. An allen gehen Einheimische und Touristen baden. Die Umweltschützer kritisieren ebenso die geplante Suche nach Öl vor der Küste der Provinz Valencia.

Schwarze Fahnen als Warnung

Auch mehrere Strände der Stadt Valencia haben eine miserable Wasserqualität. Ecologistas en Acción weisen auf die „spärlich vorhandenen Daten“ hin, die ihnen das Umweltministerium zur Verfügung gestellt hat. Aber selbst nach den Kriterien der Politik, sind die Strände mau. Deshalb vergeben die Umwelt-Aktivisten ihnen symbolisch eine schwarze Fahne, um die Menschen in Alicante, Castellón und Valencia zu warnen.

Mögliche Suche nach Öl bedroht die Küste

Der größte Umweltzerstörer ist dabei der Badegast selbst. Mehrere Tonnen liegengelassener Lebensmittel entsorgt jedes Jahr die Stadt. Dosen und Verpackungen sind ebenso ein Problem. Aber auch wirtschaftspolitische Interessen gefährden die Ostküste Spaniens. So wollen die Politiker das entsprechende Gesetz ändern, um Energiefirmen das Bohren nach Öl zu erlauben. Auch auf die Umweltbelastung des Naturparks Albufera machen die Öko-Aktivisten mit ihrem Bericht gegenüber der spanischen Presse aufmerksam.

Massentourismus ist das Öko-Problem Nummer Eins

Mit der Aktion der schwarzen Fahnen wollen Ecologistas en Acción zunächst das Umweltbewusstsein der Einheimischen wecken. Jedoch sind diese nicht die Hauptschuldigen für den schlechten Zustand der Strände, sondern der ausufernde Massentourismus. Der hat mancherorts schon Ausmaße und negative Wirkung wie in manchen Gegenden Mallorcas. Positiv heben die Umweltaktivisten die Freiwilligenarbeit auf der Insel Isla de Tabarca bei Alicante hervor. Bürger haben kürzlich dort den Müll entsorgt.

 

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