Straße in Santander
In solch typischen Straßen von Santander stehen manche Wohnungen leer © mfv

21.09.2015

Mehr sozialer Wohnraum in Santander

Kantabriens Hauptstadt Santander fördert den Ausbau von sozialem Wohnraum. Aber ohne die Hilfe der Banken geht es nicht. Denn denen gehört ein Großteil der leer stehenden Wohnungen.

von Marcos Fernández Vacas

In der lang anhaltenden Wirtschaftskrise wächst die prekäre Lage von Familien mit wenig oder sogar gar keinen Einkommen. Zwar ist der Wohnraum in Santander vergleichsweise günstig, doch die soziale Situation gerät immer mehr in Schieflage.

Mit Banken Sozialpolitik machen

Staatliche Hilfen sind kaum noch vorhanden, die Durchschnittslöhne liegen kaum über der Armutsgrenze. Laut mehreren spanischen Medien sehen sich regierende Bürgermeister wie der konservative Íñigo de la Sernain in Santander gezwungen, Banken in die Sozialpolitik mit hineinzunehmen. Im Falle der Hauptstadt von Kantabrien ist der Hauptansprechpartner Liberbank, die über zwanzig Wohneinheiten verfügt. Hier sollen nun bedürftige Familien einziehen, die eine sehr niedrige Miete zahlen.

Ein Drittel der Bevölkerung Kantabriens lebt in Santander

Sernain ist mächtig stolz auf die Vereinbarungen mit den neuen Sozialpartnern: „Wir demonstrieren mit Fakten, wie die Regierung das Wohnungsproblem angeht.“ Auch in Zukunft sollen Banken oder andere Eigentümer zum Ansprechpartner mutieren. In der Autonomen Gemeinschaft Kantabrien eine große Herausforderung, denn mit rund 200 000 Einwohnern lebt rund ein Drittel der Bevölkerung der Region  in der Stadt mit den vielleicht schönsten Jugendstilhäusern Spaniens.

Spanischer Wohnungssozialfond hat fast 10 000 Wohnungen

Überhaupt ist erst seit diesem Monat neuer Wind in die Wohnungspolitik Spaniens gekommen. Die neuen Regierungen in Städten wie Barcelona und Madrid haben erst einmal die menschenunwürdigen Zwangsräumungen gestoppt und die Banken an den Verhandlungstisch gebeten. Zusätzlich sind fast 3 500 neue Einheiten in den spanischen Wohnungssozialfond gelangt. Somit stehen dem Staat fast 10 000 Wohnungen zur Verfügung, die den sozial Schwachen zukommen könnten. Insbesondere an Menschen im Rentenalter oder stark Verschuldeten.

 

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Literatur-Tipp

Muschelmord, Tod auf dem Jakobsweg. Der Krimi. Ein Polizist ermittelt undercover im Pilgermilieu:

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