Guggenheim-Bilbao
Gerade im Sommer ist die Besucheranzahl im Guggenheim-Bilbao hoch © mfv

25.07.2016

Mini-Streik im Guggenheim-Bilbao

Am 28. Juli streiken Angestellte des museumspädagogischen Dienstes im Guggenheim-Museum von Bilbao. Sie protestieren gegen die prekären Arbeitsverhältnisse. Allerdings betrifft es wenige Personen.


von Marcos Fernández Vacas


Diese haben nämlich keinen Vertrag mit dem Guggenheim-Museum von Bilbao, sondern sind Angestellte eines Personaldienstleisters namens Manpower Group Solutions. Ihre Aufgaben sind vielfältig, die Löhne miserabel.

Arbeiten unter dem Mindestlohn

Laut der Tageszeitung El correo beklagen Gewerkschaftsvertreter die 5,35 Euro als Basis für den Stundenlohn. Falls Zuschläge  für Feiertags- oder Wochenenddienst hinzukommen, steigt der Stundenlohn auf höchstens 12,30 Euro. Dazu kommen die unregelmäßigen Arbeitszeiten, womit das Monatseinkommen unter dem offiziellen Mindestlohn von 655,20 Euro sinkt. Dabei bieten die Angestellten spezielle museumspädagogische Dienste wie etwa Führungen oder Workshops an.

Der Kindergarten bleibt geschlossen

Der Betrieb des Guggenheim-Bilbao ist sicherlich an diesem 28. Juli nicht gefährdet, vielleicht ärgern sich einige Eltern. Denn zu den Streikenden gehört auch das Personal, das bei Bedarf auf die Kinder aufpasst. Im Guggenheim-Bilbao gibt es nämlich einen kleinen Kindergarten, in dem die Zöglinge spielen können. Auch die Angestellten dieser Abteilung beteiligen sich am Streik. Ansonsten müssen die Kunstinteressierten auf persönlich vermittelte Information verzichten. Was schade ist, den neben den ständigen Exponaten läuft bis Oktober eine Andy Warhol-Ausstellung.

 

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