Küstenabschnitt
Morgen trifft das Öl wohl die Küste von Gran Canaria © tb

30.04.2015

Ölpest droht vor Gran Canaria und Teneriffa

Voraussichtlich verschmutzen die 1400 Tonnen Öl des vor zwei Wochen havarierten Fischkutters im Hafen von Las Palmas sehr bald die Küsten von Gran Canaria und Teneriffa. Das sagen Forscher der Uni Completense Madrid voraus. Sie benutzen dafür ein besonderes mathematisches Modell.

von Marcos Fernández Vacas

Dieses Modell haben die Wissenschaftler beim Unfall des Prestige an der Küste Galiciens im Jahre 2002 entwickelt. Sie sagen eine Kontamination des Meeres vor den Kanarischen Inseln voraus. Der Ölteppich kann bis zu 250 Kilometer weit in den Süden reichen.

Forscher nutzen mathematische Vorhersagen

Laut der Tageszeitung El Progreso raten die Experten der Universidad Complutense von Madrid, weiterhin vorsorglich die Küstenzone von Gran Canaria und Teneriffa sehr genau zu beobachten. Der Mathematiker Benjamín Ivorra schwört auf die Vorhersagen des vor Jahren benutzen Modells beim Unfall vor Galicien. So „raten wir präventiv“ den Reinigungstrupps zu Land und zu Wasser sich jetzt schon bereitzuhalten.

Lanzarote und Fuerteventura trifft der Ölteppich nicht

Höchstwahrscheinlich sicher vor dem Ölteppich sind die bei Touristen ebenfalls sehr beliebten Inseln Lanzarote und Fuerteventura. Wissenschaftlich gesehen beziehen die Experten viele Variablen in das Modell mit hinein wie etwa Geschwindigkeit und Richtung der Meeresströmungen oder die Öldichte. Ein Unsicherheitsfaktor ist das Wetter, das jedoch auf den Kanaren recht stabil ist. Dennoch müssen alle Eventualitäten mit einbezogen sein.

1400 Tonnen Öl im versunkenen Schiff

Über zwei Wochen ist es her, dass der russische Fischkutter Oleg Naydenow im Hafen von Las Palmas, der Hauptstadt Gran Canarias, brannte und Schlepper ihn dann hinaus aufs offene Meer bugsierten. Da der Schwelbrand nicht zu löschen war, gaben die Feuerwehrmänner auf und ließen das Schiff sinken. Wie gefährlich die 1400 im Schiff gelagerten Tonnen Öl sind, bleibt ungeklärt. Umweltschützer wie Greenpeace haben die Katastrophe für Meer und Tiere schon längst ausgemacht, während verantwortliche Politiker die Sache runter spielen. Die Saison ist ja schon eröffnet.

 

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Literatur-Tipp

Muschelmord, Tod auf dem Jakobsweg. Der Krimi. Ein Polizist ermittelt undercover im Pilgermilieu:

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