Kulinaria kurios
oder: was Fußball mit Cava-Sekt zu tun hat
Wer als Reiseautor und Journalist durch Spanien zieht, erlebt eine Menge: kulinarische Feste, bei denen in einem riesigen Kochtopf schon mal 450 Hühner verarbeitet werden, abendliche Erlebnisse in einer Tapabar, in der es so ziemlich alles von Anchovis über Sardellen bis zu Schwertmuscheln gibt, und dann natürlich das ein oder andere Presse-Essen, bei dem Molekularküche oberstes Gebot ist: Kochen mit Stickstoff, am besten zubereitet von Küchenchefs wie Paco Roncero ...
Cava und Kölle: geht doch!
Doch dann kam ein Erlebnis ganz unerwarteter Art. Ich bin ja ein Kölner Jung, Imi zwar, aber Fan vom FC. Und spiele selbst mal ganz gern in Köln-Nippes auf dem Platz hinter der ehemaligen Gummifabrik. Ab und zu spielt dort auch Olaf. Mehrmals hatten wir schon auf dem Platz gestanden, mal in der selben Mannschaft, dann wieder nicht. Beim Kicken ist völlig egal, was Du so machst im Job, und so hat es sehr lange gedauert, bis wir es herausbekamen: während ich über Spanien schreibe, vertreibt der Mann (guter Fußballer übrigens) Cava-Sekt. Nicht irgendeinen, sondern den aus Barcelonas Kultbar Can Paixano. Eine Bar hat er mit seinem Partner am Kölner Barbarossaplatz und außerdem bieten sie den prickelnden Schaumwein zu Preisen an, dass Aldi nach Hause gehen kann. Auch die Lokalzeit (WDR) war schon dort: zum WDR-Beitrag
Da hab ich mir gedacht: das muss ich hier mal schreiben und einen Button zu La Barra bringen, damit Sie draufklicken, um mehr zu erfahren. Sie denken jetzt sicher, das ist Klüngel. Aber natürlich ist es das, das ist sogar Klüngel in Reinkultur. Echte Fründe stonn in Kölle eben zesamme. Es sei denn, sie jagen auf dem Bolzplatz dem Ball hinterher ...