Es ist eine Mischung aus Haus- und Wildschwein, hat schwarze Borsten und als Markenzeichen (fast) immer
pata negra, schwarze Klauen. Den lieben langen Tag strolcht es durch die weiten Wiesen und lichten Wälder der Dehesa, schmatzt Gräser, Wurzeln, Kräuter und - sobald der Herbst da ist - am allerliebsten Eicheln. Und wie es sich für ein echtes
cerdo ibérico, Iberisches Schwein, gehört, lässt es sich weder von Trockenheit und extremer Hitze, noch von rauen Wintern und kalten Nächten aus der Ruhe bringen. Ein wandelnder Schatz, aus dem mit viel Geduld, Erfahrung und Können einer der aromatischsten Schinken der Welt gemacht wird:
jamón ibérico, oft auch einfach nur
pata negra genannt (wegen der bereits erwähnten schwarzen Klauen, wobei es hier tatsächlich Ausnahmen gibt).
Lukullische Kostbarkeit auf vier Beinen
Besonders die vielen gefutterten Eicheln verleihen seinem Fleisch diesen unvergleichlichen Geschmack und lassen die Herzen von Schinken-Fans in aller Welt höher schlagen - und etwas tiefer in die Tasche greifen. Die kulinarische Investition lohnt sich aber allemal. Das sorglose Leben der Schweine in freier Natur und die damit verbundene Ernährung sowie die lange Reifezeit des Edelschinkens von 14 bis 30 Monaten belohnt den Gaumen mit einer unglaublichen Geschmacksfülle und zartestem Fleisch, das förmlich auf der Zunge schmilzt. Deshalb genießt man diese Spezialität am besten auch pur als Tapa, mit einem schönen Glas Sherry oder Cava.