Als die Krake Heineken den Adler schluckte, stand Bier-Spanien Kopf. Denn die Holländer nannten El Aguila nicht nur um, sie kauften gleich auch noch weitere Traditionsbrauereien auf.
Es gibt aber Ausnahmen, bei denen sich die Krake windet. Beispielsweise, wenn Starkoch Ferran Adrià ein selbst kreiertes Edelbier mit Koriander und Lakritz anreichert.
70 Liter pro Jahr
Spanisches Bier ist um Längen weniger bekannt als spanischer Wein. Dabei trinken die Spanier ihre cerveca mindestens so gern wie den vino, nämlich rund 70 Liter pro Jahr.
Clásica, especial, negra und extra
Es gibt traditionell vier verschiedene Bierarten in Spanien. Cerveza Clásica ist ein helles Pils, Cervceza Especial etwas schwerer und vergleichbar mit deutschem Exportbier, Cerveca Negra ein dunkles Malzbier und Cerveza Extra ähnelt mit knapp über 6 % Alkohol einem Bock.
Es begann im Kloster
Mönche haben das erste Bier im 16. Jahrhundert im Kloster Yuste am Jakobsweg gebraut, doch die gängigen Marken entstanden erst vor rund 100 Jahren. Ein Reinheitsgebot wie in Deutschland gibt es in Spanien nicht. Doch weil deutsches Bier vor allem in den Städten wie Barcelona und Madrid hoch im Kurs stehen, brauen auch viele spanische Anbieter mit Hopfen, Malz, Gerste, Wasser und ohne Zusatzstoffe.
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