17 May 2012    
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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   OléSpanien KücheRegionale KücheAndalusienTeil 3: Die Küche Andalusiens
Süßes aus Andalusien: © Turismo y Deporte Andaluz S.A.

Teil 3: Die Küche Andalusiens

 

Typisch Andalusien

 

Einer von mehreren Legenden nach wurden die Tapas in Andalusien erfunden. Ob das nun jemals zweifelsfrei bewiesen werden kann oder nicht: die Andalusier lieben die leckeren kleinen Häppchen genauso wie der Rest ihrer Landsleute. Entsprechend groß und vielseitig ist die Auswahl. Typisch andalusische Tapas sind im Teigmantel frittierte Garnelen und kleine Fische, fritos. Zu denen Sherry genialerweise genau so gut schmeckt, wie ein gut gekühlter Weißwein.

 

Europas erste Festung für exotischen Geschmack

 

Die Mauren bereicherten die spanische Küche bekanntermaßen auch mit bis dahin in Europa gänzlich unbekannten Gewürzen. So hatten sie unter anderem Kreuzkümmel (auch Cumin genannt), spanisch comino, im Gepäck, als sie in Andalusien anlegten. Dieses unnachahmliche Gewürz, das die Geschmacksknospen mit einem geheimnisvollen scharf-bitteren Aroma kitzelt und so gar nichts mit europäischem Kümmel zu tun hat, verbreitete sich von hier aus erst durch ganz Spanien und dann in den Rest von Europa. Für die typisch andalusischen Fleisch-Spießchen pinchos morunos ist Kreuzkümmel damals wie heute unerlässlich.

 

Zweite Heimat für farbenfrohe Vitaminbomben

 

Weil sich an der Küste der andalusischen Provinz Granada tropische Früchte so wohl fühlen und prächtig gedeihen, nennen die Andalusier diese Gegend liebevoll Costa Tropical. Hier finden sich bunte Vitaminbomben, deren eigentliche Heimat weit von Europa entfernt liegt. Wie zum Beispiel die leuchtend orangefarbene Kaki. Kakis stammen ursprünglich aus China, sehen aus wie signalfarben-kostümierte Tomaten und strotzen nur so vor Vitaminpower: Eine einzige Kaki kann den halben Tagesbedarf an Vitamin A decken. Auch um in den Genuss des weichen, süßen Fruchtfleischs einer Chirimoya zu kommen, brauchen die Andalusier nicht nach Lateinamerika zu reisen, von wo diese etwas seltsam aussehende Frucht stammt. Aus ihr zaubern die kreativen Andalusier einen köstlich fruchtigen Chirimoya-licor

 

Süß und gar nicht sündig

 

Die Wiege aller spanischen Süßspeisen mit Honig und Mandeln steht hier, in Andalusien. Die Mauren brachten nicht nur die beliebtesten Zutaten für spanische Desserts hierher, sie ließen vor allem auch die Kunst der Zubereitung eben dieser da. Beim Gedanken daran, dass bis heute ausgerechnet katholische Nonnen in Andalusien und anderen spanischen Regionen dieses süße Erbe der muslimischen Mauren besonders hegen und pflegen, huscht einem schon mal ein dankbares Lächeln übers Gesicht. Denn sind die polvorones, mantecados, bollitos, cortadillos und wie die Gebäckköstlichkeiten auch immer heißen noch so süß, mit so viel Gottesliebe von frommen Frauen hinter Klostermauern gemacht, können sie ja gar keine Sünde sein ...

die Plätzchen der Nonnen. Mehr dazu

 

Teil 1: Die Küche Andalusiens

Teil 2: Andalusische Troika, Geschmackliche Höhenflüge

 

TIPP

Spaniens regionale Kochkunst im Überblick: mehr dazu

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rezepte aus Andalusien:

 

Ajo Blanco con Uvas (Kalte Knoblauch-Mandel-Suppe mit Trauben): mehr dazu

 

Croquetas de Jamón Serrano (Serrano-Schinken-Kroketten: mehr dazu

 

Alfajores Andaluces (andalusisches Gewürzgebäck) mehr dazu

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