Die Klassiker unter den spanischen Käsesorten reichen von mildherb über pikant bis geradezu flüssig. Hier die besonders beliebten Quesos aus Spanien:
Queso Tetilla
Der Kuhkäse (Bild Nr. 1) aus dem nordwestspanischen Galicien hat die Form eines weiblichen Busens und soll aus Protest entstanden sein, als ein prüder Kirchenoberer die Brüste der Statue von Königin Esther an der Kathedrale von Santiago de Compostela abmeißeln ließ. Es ist ein sehr milder, leicht cremiger Käse. Etwas würziger dagegen ist der San Simón, der eine Weile in Birkenholz geräuchert wird.
Queso Cabrales
der Blauschimmelkäse (Bild Nr 2) aus dem nordspanischen Asturien (Arenas de Cabrales) ist cremig und würzig, durchaus auch etwas heftiger im Geschmack als der französische Roquefort. Der Schafskäse reift drei bis sechs Monate in Kalksteinhöhlen bei einer Luftfeuchtigkeit von 90 Prozent. In Asturiens Küche ist er wichtig und Bestandteil vieler Rezepte, auch solcher zu Forellen.
Queso Manchego
Die robusten Manchego-Schafe sind in Spaniens kargen Kernland La Mancha viel unterwegs und aus ihrer Milch entsteht der Klassiker unter den spanischen Käsesorten (Bild Nr. 3). Es gibt ihn in verschiedenen Reifestufen.
Torta de Casar
Man kann ihn löffeln, den Schafskäse aus der Extremadura. Er entsteht rund um Casar de Cáceres aus der Milch von Churra-Schafen und ist im Innern geradezu flüssig. Um ihn zu essen, schneidet man die harte Schale auf und taucht den Löffel ein. Der Torta de Casar hat die geschützte Herkunftsbezeichnung DOC.
Queso Roncal
Der harte Schafskäse aus Navarra ist mal würzig, mal pikant, je nach Herstellung. Er wird aus der Milch der Latxa-Schafe hergestellt und reift mindestens vier Monate. Übrigens war er der erste in Spanien, der die Auszeichnung DOC als Gütesiegel erhielt: 1981.
Text: Tobias Büscher, Foto: Tourspain