17 May 2012    
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Olivenöl aus der Provinz Jáen (Bild:tb)

Spanisches Olivenöl


Spanisches Olivenöl ist weltberühmt. Die wichtigste Olivensorte heißt Piscual, das größte Anbaugebiet mit 60 Millionen Bäumen ist die nordandalusische Provinz Jaén. In ganz Spanien entstehen jährliche Ernteerträge bis zu 900 000 Tonnen.

 


Die Qualitätsstufen des spanischen Olivenöls


Aceite de Oliva Virgen Extra: Das Native Olivenöl Extra ist reines Öl mit bester Qualität, viel Vitamin E und einem Fettsäuregehalt von kaum 0,5, maximal 0,8 Prozent. Besonders angesehen ist dabei das Aceite de Oliva Virgen Extra mit der Herkunftsbezeichnung Denominación de Origen, etwa das mit Namen Campiñas de Jaén.

Aceite de Oliva Virgen: Das Native Olivenöl ist fast so geschmacksintensiv und hat ebenfalls einen Fettsäuregehalt, der 2 Prozent nicht übersteigen darf.

Aceite de Oliva: Das einfache Olivenöl ist ein Verschnitt aus nativem und raffiniertem Öl, am günstigsten und geschmacklich am neutralsten.


Aceite de Orujo:
Rohes Oliventresteröl wird aus Schalen und Fruchtfleischresten gewonnen und mit nativem Öl gemischt. Es hat die niedrigste Qualität.

 

 

 

Aus az-azit wurde aceite

 

Die Araber nannten das Öl az-zait (Olivensaft), woraus sich der Begriff aceite für Olivenöl entwickelte. Schon früh wurden Olivenbäume in Südspanien angebaut, die Römer etwa kultivierten die Bäume sehr. Dass die bei uns völlig unbekannte Region Jaén optisch fast nur aus Olivenbäumen zu bestehen scheint, liegt an der dortigen Monokultur. Und so wird aus den Oliven nicht nur Öl gewonnen, man nutzt es auch für die Kosmetik und die Kerne für die Heizanlagen.



Mystischer Olivenbaum


In der Antike galt der Baum als heilig, ein Ölzweig mit sich zu führen als Schutz, und die Öllampen waren längst populär, bevor die Kerze erfunden wurde. Beachtlich an den Bäumen ist auch: sie können mehrere Hundert Jahre alt werden und trotzdem Früchte tragen wie in den ersten Jahren. Ein Olivenbaum bringt einen Ertrag von rund 80 kg.

Olivenernte im Winter


Die Olivenernte ist in Spanien wie auch sonst im Mittelmeerraum von Oktober bis März. Anders als bei der Weinernte darf man auf den Plantagen nicht als Erntehelfer jobben, denn hier wird mit Kopfschutz, Stäben und Rüttelmaschinen gearbeitet, bei der sich Ungelernte schnell verletzen würden.

Olivenöl - ein reines Naturprodukt


Das Native Olivenöl ist ein reines, kostbares Naturprodukt und bekommt im Gegensatz zu anderen Speiseölen keinerlei Zusätze. Seit jeher werden die geernteten Oliven zunächst zu einer Paste zerquetscht, wobei die Temperatur dabei nie über 30°C steigen sollte (daher der Begriff „kaltgepresst“). So bleiben alle hitzeempfindlichen, wertvollen Vitamine sowie die Duft- und Geschmacksstoffe der Olive vollständig erhalten. In den Anlagen gewinnt man das reine Öl aus der Olivenpaste durch Schleudern oder Pressen. Daraufhin wird es gefiltert


Museum des Olivenöls

Museo de la Cultura del Olivo: Ganz in der Nähe von Baeza in der andalusischen Provinz Jaén liegt ein Olivenmuseum, in dem man alles über Anbauweisen und Tradition der alten Kulturpflanze erfährt.www.museodelaculturadelolivo.com


Guide für Touren rund ums Olivenöl

Die deutschsprachige Mary Carmen ist ausgebildete Reiseleiterin und eine Expertin in Sachen Olivenöl. Sie leitet Ausflüge unter anderem zu Olivenöl-Proben und kennt die schönsten Routen durch die Provinz Jaén.
Mary Carmen Segovia Ruiz
Fuente del Pisar, 11
23700 Linares –Jaén
Tel. 0034 953656648
Handy 0034 606 358 501
mcarmensego@hotmail.com

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