08 September 2010    
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
   OléSpanien KulturFlamenco

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Flamenco

©T.Büscher
©P.Sparrer
©p.Sparrer

 

Andalusien ist zugleich Wiege und Schauplatz des Flamenco. Dabei wird er an ganz unterschiedlichen Orten sichtbar: in  kleinen privaten Räumen wie den Höhlen von Granada, in großen Sälen privater Unternehmer, auf bunt geschmückten Schaubühnen und in weiß gekalkten Innenhöfen. Vor allem die Städte Jérez de la Frontera, Córdoba, Cádiz, Granada und Sevilla sind sehr von ihm geprägt.

 

Im Flamenco vermischen sich altindische, jüdische, christliche und maurische Elemente. Eine bessere künstlerische Ausdrucksform könnte Andalusien gar nicht haben, denn die südspanische Region, das einstige maurische Al Andalus, sieht ebenfalls auf eine reiche Geschichte aus jüdischer, christlicher und arabischer Kultur zurück.

 

Sein Name, glaubt man, könne vom arabischen felag mengu (verfolgter Bauer) abstammen. Andere vermuten einen Zusammenhang mit dem spanischen Wort flamenco für Flame, weil die flämischen Höflinge Karls V. sich besonders stolz und kokett gebärdeten.

 

Als Folklore der Unterdrückten entwickelte sich der ursprüngliche Flamenco vor allem im 19. Jahrhundert weiter. Es gibt einige nicht minder attraktive Formen, die vom Unkundigen leicht mit dem eigentlichen Flamenco verwechselte werden: so zum Beispiel den cante chico (kleiner Gesang) als humorvolle Volksweise oder die Sevillanas als leichte, fröhliche Tanzvariante, wie man sie besonders gut in den für diesen Anlaß besonders geschmückten Innenhöfen Sevillas am 1. Mai bewundern kann.

 

 

Sardana ©Wamito
Jota ©Lord Ferguson

Weitere Tanz- und Musikformen

Nicht zu vergessen gibt es in Spanien auch ganz andere Mischformen aus Tanz und Musik: Die Sardana aus Katalonien  ist ein kreisrunder Vokstanz mit Blasorchester-Begleitung. Mit seiner besonnenen, fast kontrolliert wirkenden Schrittabfolge wirkt der Tanz wie die nüchterne Antwort auf den südspanischen, leidenschaftlichen Flamenco. Bewegter geht es beim Jota-Tanz zu, der mit seinem 3/4-Takt weitläufig an den Walzer erinnert. Er ist praktisch in ganz Spanien beheimatet. Die bekanntesten Varianten entstammen Aragón, Galicien und Navarra. Begleitet wird mit Gitarren und Lauten, in der galicischen Variante mit Dudelsäcken, Tamburine und Trommeln. 

 

 

 

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