Im Bioparc Valencia scheint die Welt noch in Ordnung. Löwen gucken den Gazellen zu und Flusspferde tanzen ein anmutiges Wasserballett.
Region: Valencia / Comunidad Valencia
Größe: 10 Hektar
Tierbestand: 4500 Tiere in 250 Arten
Öffnungszeiten:
Ganzjährig täglich ab 10 Uhr bis 18/19, im Hochsommer bis 21 Uhr.
Eintrittspreise (2011):
Erwachsene 21,50 €
Kinder bis 4 Jahre frei,
ab 4 bis 12 Jahre 16 €
Senioren 16,50 €
Studenten bis 25 Jahre und Behinderte 15% Rabatt
Gruppenrabatte ab 20 Personen
Webseite:
bioparcvalencia.es
Webseite auch auf englisch
Adresse:
Bioparc Valencia, Avenida Pio Baroja, 3, 46015 Valencia, Spanien
Telefon (+34) 902 250 340
Email info@bioparcvalencia.es
GPS-Koordinaten 39.478142, -0,407052
Metrostation Nou d'Octubre, Linien 3 und 5
Buslinien 7, 17, 29, 61, 81, 95 Haltestelle Bioparc
Eintauchen statt nur besuchen
Der Bioparc Valencia ist neben seinem Namensvetter aus Fuengirola das zweite Juwel in der spanischen Zoolandschaft. Er basiert auf der Philosophie der „Zoo-Immersion“: das Eintauchen in eine andere Welt. Akribisch exakt sind die Lebensräume der Tiere nachgebildet. Dass der Zoo mitten in der Stadt liegt, fällt dadurch kaum auf. Man erlebt authentisch nachgebildete Ökosysteme und begibt sich auf eine Reise durch den afrikanischen Kontinent. Käfige und Gitterstäbe gibt es in diesem Zoo nicht. Und die Zäune sind so geschickt verborgen, dass Sie sich fühlen werden wie mitten in der Natur.
Ein Stück Afrika
Der Bioparc Valencia zeigt unterschiedliche Habitate, Ökosysteme und Tiere Afrikas. In der Savanne begegnen sich Nashörner, Giraffen und Gazellenherden. Dazwischen drängelt sich der ein oder andere Marabu oder Kranich. Abgetrennt davon, aber direkt daneben, sitzt der Löwe majestätisch auf seinem Aussichtsfelsen und beobachtet das Treiben um ihn herum. Die weitläufige Elefantenwohnstätte führt von der Savanne in die wasserreicheren Gebiete Afrikas. Im Lago Elefantes kühlen sich die Dickhäuter regelmäßig ab und spielen mit ihren Verwandten. Statt inszenierter Shows entscheiden die grauen Riesen selbst, wann sie ein Bad nehmen.
Schwebende Flusspferde
Fast immer im Wasser sind die Flusspferde. „Elfengleich“ scheinen sie über den Grund zu schweben, um nach einigen Minuten kurz nach Luft zu schnappen und wieder unterzutauchen. In den meisten Zoos sieht man die Hippos deshalb leider fast immer nur für einige kurze Momente. Im Bioparc Valencia ist das anders. Hinter meterlangem Panzerglas tummeln sich die gewichtigen Gesellen im klaren Nass und zeigen ihr Wasserballett. Dabei kommen sie schon mal direkt an die Scheibe geschwommen und zeigen ihre mächtigen dolchartigen Vorderzähne. Weil Flusspferde sich eher vom Boden abstoßen als zu schwimmen, „hüpfen“ sie in der Unterwasserwelt und schweben dann vom Wasserwiderstand gebremst durch das nasse Element.
Scheue Ducker & selbstbewußte Gorillas
Noch feuchter wird es im nächsten Habitat. Im Regenwald wartet eine Gorillafamilie auf die Besucher. Neben Schimpansen und weiteren Affenarten durchkämmen Pinselohrschweine den Boden ihres Geländes. Und wer genau hinschaut, entdeckt im dichten Pflanzenwerk auch kleine scheue Waldantilopen, die sogenannten Ducker. Fossas und Lemuren sind die Stars des letzten großen Ökosystems: Madagaskar. Geplant ist die stetige Erweiterung des Geozoos. Als nächstes werden die Tierwelten Südostasiens und der Tropen Südamerikas im Bioparc Valencia eröffnet.
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Bild oben: Stefan Kalassa