Trailer zum Film Matador von Pedro Almodóvar
Toreras gibt es wenige...
Für viele aber bleibt der Kampf gegen den 600-Kilo-Koloss in den großen Arenen Madrids und Sevillas ein Traum. Erst recht für die wenigen begeisterten Frauen. Cristina Sanchez, die einzige erfolgreiche Stierkämpferin in der Geschichte der Corrida, zog sich Ende der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts frustriert aus der Männerdomäne zurück. Es war den Organisatoren wichtiger Arenen einfach zu peinlich, eine Frau zu berufen.
Inspiration für die Künstler
Der Stierkampf ist Leid und Faszination. Inspiriert hat er zahlreiche Künstler, von Picasso über Bizet, Hemingway und Garcia Lorca bis Almodóvar. Feldherren wie El Cid, Pizarro oder Hernán Cortés verschufen sich bei den Soldaten Respekt durch erfolgreiche Kämpfe gegen den toro bravo, den “mutigen Stier”.
In der Stierkampfsaison (19. März-12. Oktober) treten in den Arenen an einem Nachmittag drei matadore gegen insgesamt sechs ausgesuchte Zuchtstiere an: Es sind etwa vier bis fünf Jahre alte - von den Herden völlig abgeschirmte – Tiere, penibel auf Tauglichkeit und Aggressivität geprüft.
Picaderos, Banderilleros und der Matador
Nach dem Einzug der Toreros zum Pasodoble-Marsch reizen ihn zunächst die rote Capa und die Lanzenstiche der berittenen Picadores. Banderilleros setzen darauf kleine Spieße mit Widerhaken in den Nacken des Tieres, bevor der Matador dem Stier alleine gegenübersteht und ihn nach mehreren Manövern schließlich mit möglichst einem Stich zwischen die Schulterblätter tötet.
Rot gesehen hat der toro bravo während des Kampfes aber nicht ein einziges mal. Stiere sind farbenblind. Es sind das helle Flattern und die Bewegung, die sie bis aufs Blut reizen.