Samuel-Aranda, Spanien, Bild aus dem Jemen für die New York Times
Samuel Aranda, Spain, for The New York Times

Sieger des World Press Photo 2011

Samuel Aranda im Porträt

Der katalanische Fotojournalist Samuel Aranda ist berühmt für seine Berichterstattung aus Nahost. Seine Fotos werden als Titelbild in Tageszeitungen auf der ganzen Welt veröffentlicht.

 

von Ilona Kolar


Das Foto, mit dem Samuel Aranda das World Press Foto 2011 gewonnen hat: Ein Verwundeter liegt in Jemen in einer zum Lazarett umfunktionierten Moschee, gehalten von einer verschleierten Frau. Diese Aufnahme entstand am 15. Oktober 2011 während der Proteste gegen den inzwischen abgetretenen Präsident Ali Abdullah Saleh in Sanaa und wurde umgehend von der New York Times veröffentlicht. 5000 Fotografen aus 124 Ländern hatten sich mit 101.254 Fotos für diese Auszeichnung beworben.

Mit 19 Jahren Fotograf der El País

Samuel Aranda kommt 1979 in Santa Coloma de Gramanet (Großraum Barcelona) zur Welt. Schon mit 19 Jahren arbeitet er als Fotojournalist für die spanischen Tageszeitungen „El Pais“ und „El Periodico de Catalunya“.

 

Bilder von den Bootsflüchtlingen

 

Bereits zwei Jahre später reist er für die spanische Nachrichtenagentur EFE in den Nahen Osten. Dort fotografiert er den palästinensisch- israelischen Konflikt. 2004 schloss er sich der global tätigen Agentur AFP an. Er berichtet vom aktuellen Weltgeschehen aus Spanien, Pakistan, Gaza, Libanon, Irak, Palästina, Marokko, Westsahara und China. Für seine Reportage über afrikanische Bootsflüchtlinge auf dem Weg nach Europa bekommt er 2006 den spanischen „National Award of Photography“ des Fotojournalisten Verbands ANGIP-TV.

 

Freier Fotograf mit sozialem Engagement

 

2006 macht er sich als freier Fotojournalist selbständig. Aranda realisiert seither Reportagen wie Südafrika vor der WM, Straßenkinder in Bukarest, die Camorra Mafia in Neapel und etliche sozial engagierte Fotostrecken. 2011 berichtet er über die arabische Revolution in Tunesien, Ägypten, Libyien und Jemen. Hierzu stellt er Bilder im Cervantes-Institut in New York aus und wird von der New York Times für das „Foto des Jahres“ vorgeschlagen. Zurzeit arbeitet er als freier Mitarbeiter für die New York Times und El Magazin de la Vanguardia und wird von der Agentur Corbis vertreten.

 

 

Weiterführende Links

 

Homepage von Samuel Aranda

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