bunte Handtaschen aus Spanien von der Insel Ibiza
Shoppen in Spanien: Handtaschen aus Ibiza in der Altstadt von Eivissa

11.11.2015

Einkaufen in Spanien

Was gibt es in Spanien günstiger als bei uns? Was ist jenseits kitschiger Souvenirs wirklich wertvoll? Wir haben uns auf die Suche gemacht nach spanischen Delikatessen, Keramik und Mode. Hier unsere Tipps von den berühmten Einkaufsmeilen bis zum wertvollen Aceite de Oliva.

Früher war alles vom Tanken bis zum Tabak in Spanien günstiger als bei uns. Die Zeiten sind wegen der Steuererhöhungen vorbei, aber immer noch lohnt sich das Shoppen in Spanien. Die Modelabels des Landes haben sich bei uns etabliert, aber einen wertovollen Capa-Umhang kaufen Sie besser in Madrid. Das spanische Olivenöl ist längst im heimischen Supermarkt, aber richtig gut und ungefiltert kaufen Sie es besser in der andalusischen Provinz Jaén. Und wer auf kitschige Torero-Puppen verzichten kann, findet in ganz Spanien sehr gute Schinkenkeulen. Die dürfen übrigens mit ins Handgepäck im Flugzeug.

Schuhe für Herren aus Elche, Spanien
Schuhe aus der Stadt Elche
Schuhe aus Menorca
Schuhe von der Insel Menorca

Schuhe aus Spanien

Nicht etwa die immer wieder neuen Zapatos (Schuhe) von Desigual oder Zara sind die Renner der traditionsreichsten Firmen für Fußbekleidung. Es sind die Stofftreter der Firma Canvas, die vor rund 100 Jahren in der Rioja entstand und seither noch jede Krise überwunden hat. Auch die Pumps, Stiefeletten und Stiefel von Unisa (ursprünglich) aus der Gegend um Valencia gibt es auch schon seit 1973. Doch auch eine echte Schuh-Hochburg hat das Land: Die Stadt Elche am Mittelmeer. Wer dort hinfährt, sollte mal im Outlet des Industrieparks nach Schuhen gucken. Elche stellt fast 40 Prozent aller Zapatos für den spanischen Markt her und ist entsprechend erfolgreich. Die Firmen Moya, Jogar und Co produzieren vor allem wertige Lederschuhe für Sie und Ihn. Zur Ruta Outlets in Elche

Markt in Madrid
Markt in Madrid, tb
Strahlend weiße Mode aus Ibiza im Shop
Feinkost aus Salamanca,

Einkaufsmeilen der Städte

Madrid: Am zentralen Boulevard Gran Vía gibt es viele Modeshops mit gängigen Marken wie Zara und Co. Auf dem Flohmarkt Rastro ist am Sonntag schwer was los, dort finden Sie Antiquitäten, alte Bücher und vieles mehr. Das Viertel Serrano wiederum ist ein Eldorado für betuchte Kunden, die auf wertige Mode stehen.

Barcelona: Die Rambla de Catalunya ist die beliebteste Einkaufsmeile. Sie führt vom Catalunya-Platz mit dem riesigen Kaufhaus Corte Inglés bis hinunter zum Meer. Auf den Rambles befindet sich auch der zentralste Markt der Stadt. Cooler, frecher und preiswerter sind die Läden im Kultiviertel Gràcia rund um den Boulevard Paseig de Gràcia.

Salamanca: Kleine Läden in der Innenstadt rund um die Plaza Mayor sind auf kastilische Feinkost und Mode spezialisiert. Super ist die Markthalle Mercado Central an der Plaza del Mercado mit allen Produkten Kastiliens vom Lammfleisch bis zum Kuhkäse.

Ibiza-Stadt: In der Altstadt Dalt Vila bieten viele Läden die strahlend weiße Mode Adlib an, die schon in den 1970ern gefragt war. Das Einkaufen macht hier Spaß, denn genauso weiß wie die Mode der Insel sind die Häuser der Stadt.

Palma de Mallorca: Die meisten Läden und Boutiquen gibt es in der Avinguda Jaime III und am Passeig Borne, sowie den umliegenden kleineren Straßen.

Keramikmeister Tito aus Spanien
Andalusiens Keramikkünstler Tito, tb
Keramik-Fantasiefiguren aus Galicien
Nachos Keramikfiguren, tb

Keramik aus Spanien

Spanien ist groß in Sachen Keramik, schon seit der Zeit der Mauren. Berühmt sind die spanischen Wandfliesen genauso wie die Keramiksplitter aus der katalanischen Fabrik im Miro-Park von Barcelona. Was den Touristen an Tellern mit Flamenco-Tänzerinnen angeboten wird, ist das eine. Die echten Töpfer dagegen ein echter Einkaufstipp. Hier zwei besonders schöne Beispiele, wo Shoppen in Spanien Spaß macht:

Im andalusischen Úbeda stellt Tito in seiner Alfarería direkt am Rathausplatz wunderbare Salatschüsseln und Wandteller her. Zur Webseite

Weit entfernt in Galicien wiederum ist Nacho Porto oberhalb des Strands von Carnota aktiv. Sein Laden ist wunderbar. Er kreiert Fantasiefiguren genauso wie Smartphone-Halter. Zur Webseite

Apfelweinproduzent aus Asturien
Apfelweinproduzent Luis, tb
Pepe und Merce González aus Madrid prosten sich zu.
Ein Prost auf den spanischen Wein, tb

Wein aus Spaniens Regionen

Das beliebteste Mitbringsel aus Spanien ist die Flasche Rotwein. Und tatsächlich sind die Bodegas der Rioja und Co wunderbar. Auch wenn Wein in anderen Regionen Spaniens gut ist, die besten Regionen mit den besten Erträgen sind Rioja, Navarra und Nordkastilien. Wer in Nordspanien unterwegs ist, fährt am besten nach Haro, Briones oder Logroño zur Weinprobe und kauft im Shop ein zwei Flaschen. Wer seine Lieben zuhause aber überraschen will, sollte mal ganz anderen Wein im Koffer haben: Apfelwein. Der Sidra aus Asturien ist spanienweit beliebt und erheblich günstiger als Vino Tinto. Sidra-Produzent Luis (Bild) beispielsweise verkauft seine Botellas schon für 3,50 Euro. Im Internet gibt es kaum Auswahl, deshalb lohnt sich das Shoppen  in Spanien.

Für Weinfans noch ein Tipp, wenn Sie fern der Weingegenden Nordspaniens auf Teneriffa sind. Dort führt die Bodega Monje Regie: mit ganz ordentlichem Wein und dem Motto Wine and Sex. Enstprechend sehen die Korkenzieher, T-Shirts und Teller im Shop der Bodega aus.

Weinhändlerin aus Teneriffa
Wine and Sex als Bodega-PR, tb
Winzer Miguel Merino mit spanischen Händlern in seiner Bodega
Winzer Miguel Merino (2.v.r) aus der Rioja, tb
Schinkenkeulen aus Spanien
Schinken aus Spanien

Schinken aus Spanien

Jamón Serrano ist berühmt, Jamón Ibérico besonders wertvoll. Schinken samt Halterung und Messer bieten hiesige Supermärkte gerne schon mal an. Zu einem Wahnsinnspreis weit unter 100 Euro. Doch taugt das was? Bestimmt nicht. Eine gute Keule unter 80 Euro kann es einfach nicht geben. Die besten luftgetrockneten Jamones stellen die Spanier in der Extremadura und vor allem in Andalusien her. Dort gibt es den hochgelegenen Bergort Trévelez. Die Keulen dort stammen von den Schweinerassen Landrace, Duroc-Jersey und Large-white. Und spanienweit gelten die Jamones von dort als besonders wertvoll. Hier mal ein Beispiel, was ein Hinterschinken dort kosten kann. Den Jamón Joselito Gran Reserva Bellota gibt es für rund 580 Euro! Wer es günstiger haben möchte, geht einfach in ein sogenanntes Museo del Jamón. Das sind keine Museen, sondern auf spanischen Schinken spezialisierte Tavernen mit angeschlossenem Laden. Vor allem in Madrid sind sie beliebt.

Bild einer alten Olivenöl-Familie in Andalusien mit Flaschen.
Olivenöl aus Jaén, tb

Olivenöl aus Spanien

Aceite de Oliva gibt es auch bei uns im Supermarkt. Wer allerdings in Andalusien unterwegs ist, sollte die riesigen Haciendas rund um die Stadt Jaén besuchen. Dazu gehört die Olivenöl-Hochburg Martos. Vor Ort bekommen Sie das Öl in Spitzenqualität und sogar ungefiltert. Was neben dem Einkaufen auch Spaß macht: eine Olivenölprobe. Fragen Sie einfach in den örtlichen Touristenbüros nach. (tb)

Bewerte diese Seite

 
 
 
 
 
 
 
Bewerten
 
 
 
 
 
 
3 Bewertungen
100 %
1
5
5