08 September 2010    
 
 
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Baskisch lernen

 

ein gutes Buch über eine kuriose Sprache. Wurzeln? Ein Rätsel bis heute. Der Verlag Reise-Know-How bietet einen pragmatischen Überblick und viele nützliche Vokabeln:

 

Baskisch (Euskara) – Wort für Wort

Baskenland

Basken © Tobias Büscher

 


Guggenheim und Kochkünstler, darüber spricht die Welt. Doch das Baskenland bietet Urlaubern noch sehr viel mehr, wie spanien-reisemagazin.de bei seiner letzten Pressereise mit dem Spanischen Fremdenverkehrsamt feststellte. Trotz seiner Schönheit wird es von Spanienbesuchern noch viel zu stark vernachlässigt.

 

Ist das Reisen in Spanien wegen der ETA gefährlich? Nein!

eine Einschätzung von Tobias Büscher

San Sebastiáns Bucht La Concha © T. Büscher

San Sebastián - die Mondäne

Das mondäne Seebad San Sebastián iegt formvollendet an der muschelartigen Bucht Bahía de la Concha. Flankiert wird das Zentrum rechts und links von den halbinselartig ins Meer ragenden Bergen Urgull und Igueldo. Vor den Stadtstränden Playa de Ondarreta und Playa de la Concha wirkt die kleine Insel Santa Clara wie von Gigantenhand extra vorsichtig abgesetzt. Es ist aber nicht nur die herrliche Lage, die Donostia so anziehend macht, sondern auch die Jugendstilgebäude mit ihrem leicht abgeblätterten Patina und die landesweit bekannte Kochkunst der sociedades gastronónicas. Keine Stadt in Spanien rühmt sich so vieler preisgekrönter Köche wie diese. Und keine Stadt hat ein so wichtiges Filmfestival (im September). Überall in den Tavernen der Altstadt kann man kleine Tapahäppchen probieren, beispielsweise Thunfischsalat, Seekrake oder den geräucherten Schafskäse idiazabal in der Casa Alcalde. Sie ist eine Institution der Tapa-Bars und liegt mitten im Zentrum in der Calle Mayor Nummer 18. Am Ende dieser Gasse mit zahlreichen Einkaufsshops erhebt sich die Iglesia de Santa María unmittelbar vor dem Stadtberg Monte Urgull. An der barocken Fassade sieht man den pfeildurchbohrten Schutzpatron der Stadt: San Sebastián. Von hier aus ist es ein Katzensprung zum Museo de San Telmo. Das Stadtmuseum zur baskischen Kulturgeschichte beherbergt ein Renaissance-Dominikanerkloster aus dem 16. Jh. Eine überdimensionale Christusstatue (1950) überragt die Reste einer Festung, verstreute Gräber und eine Bar mit Aussichtsterrasse.Am alten Hafen liegt das moderne Meeresmuseum Aquarium. Auf mehreren Stockwerken sind Rochen, Haien und tropische Fische zu sehen, ein origineller Glasgang führt sogar einige Meter durch die Meereslandschaft.Danach spätestens sollte man sich an der Strandpromenade Paseo de la Concha den Wind um die Ohren pfeifen lassen. Entlang einiger Discos, Strandbars und dem Palacio Miramar, den der englische Architekten Selden Wornum 1893 für die spanische “Queen” María Cristina bauen ließ, geht es weiter zum *Monte Igueldo. Am Ende der Playa Ondarreta fährt eine Strandseilbahn (im Sommer bis 22 Uhr) auf den Gipfel, von wo man den schönsten Blick auf die Stadt hat.

Info: www.sansebastianturismo.com

Baskische Sportarten

Wer ist schneller mit der Axt? © Tobias Büscher

Wenn Basken ihre Kräfte messen, dann archaisch: Wettkampfarten sind Sardinenkutterrudern, Grasmähen mit der Sichel auf Zeit und das Heben von über 300 kg schweren Steinbrocken. Baustämme durchhacken sowieso. Dieser Mann sagte mir, als Doping käme für ihn nur Weißwein in Frage. Sie sind eben stolz, die Basken. Das mag ein Klischee sein, aber an manchen ist ja etwas dran ...

 

 

 

 

Bilbao mit Guggenheim

Guggenheim-Museum © Tobias Büscher

Dampfende Schlote. Uniforme Wohnblocks. Ein Moloch mit dem größten Industriehafen Spaniens. So präsentierte sich die Hauptstadt der baskischen Provinz Bizkaia über Jahrzehnte. Heute ist es anders. Nicht nur das futuristisch anmutende Guggenheim-Museum trägt dazu bei, sondern auch neue Kongresshallen, Einkaufszentren und eine hypermoderne Metro des Briten Norman Foster. Schließlich überrascht die Stadt auch mit einer überaus hübschen Altstadt. Ihr Herzstück ist die Kneipenzone Siete Calles (“Sieben Straßen”) und die nördlich davon gelegene Catedral de Santiago ((16. Jh.). In der Neustadt lohnt das Museo de Bellas Artes an der Plaza del Museo 2 einen Besuch. Zu der erstklassigen Sammlung zählen Bilder von Zurbarán, Greco und Goya. Das Museum liegt an der Südostflanke des Parque de Doña Casilda de Iturruza, einer stilvollen Parkanlage, in der man den Stadtrundgang wunderbar ausklingen lassen kann.

Nachtleben
Kafe Antzokia, San Vicente 2, Megadisko mit häufigen Liveauftritten baskischer Bands.

Ausflüge an die Küste

Wer den malerischen Küstenort Bermeo besucht, sollte von Bilbao aus nach Norden über Bakio fahren, denn die Küstenstraße mit den schönen Stränden und dem Santuario San Juan de Gaztelugatxe auf einer kleinen Felseninsel lohnen den Umweg allemal. Südlich von Bermeo erinnert der Ort Gernika an den 26. April 1937, als deutsche Bomber der Legion Condor die Stadt ausgerechnet an einem Markttag in Schutt und Asche legten. Picasso malte daraufhin sein anklagendes Gemälde Guernica, welches die Basken viel lieber im Guggenheim-Museum ausgestellt sähen, als im Madrider Reina Sofia.
Die “Heilige Stadt” der Basken war im Mittelalter Sitz des Ältestenrats, der unter einer alten Eiche tagte. Der Stumpf dieses legendären Baumes (Gernikako Arbola) ist heute im Hof des Landtagsgebäudes Casa de Juntas ausgestellt. Etwas weiter die baskische Küste nach Osten hinunter ist das Hafenstädtchen Lekeitio mit guten Fischrestaurants, engen Gassen und einen kleinen Hausstrand ausgestattet.

 

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