03 February 2012    
 
 
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Kantabriens Küste

Kantabriens Küste

Castro Urdiales

Schon die Römer besiedelten den kantabrischen Küstenort (15 000 Einw.), dessen Stadtkern von der gotischen Kirche Nuestra Señora de la Asunción (14. Jh.) und dem benachbarten Castillo de Santa Ana überragt wird. Der Urlaubsort ist vor allem bei Zentralspaniern beliebt, die am Hafen gerne fangfrischen Fisch essen. Den bekommt man auch westlich Richtung Santander: Der Ort Laredo hat einen 5 km langem Sandstrand, Santoña liegt am forellenreichen Ason auf einer kleinen Halbinsel und Noia sowie Isla haben sich mit Hotels und Campingplätzen ganz auf den Fremdenverkehr eingestellt.

 

 

Cantábria es diferente ... ©Turespaña
Kantabrien, grün, oben ©C. Beck

 

Hauptstadt Santander

 

Santander, einst wichtige Hafenstadt für den Handel mit Amerika, avancierte wegen ihrer schönen Strände im 19. Jh. zum Seebad erster Güte. Vor allem die 3 km lange Playa El Sardinero mit dem Gran Casino im Belle-Èpoque-Stil erinnert daran. Hier vor dem gleichnamigen Villenviertel liegen die meisten Diskos, Bars und Restaurants der Stadt. Im Osten schließt sich die Penínsular de la Magdalena an, ein sommerlicher Tummelplatz mit einem kleinen Zoo, Sportanlagen und der Königsresidenz *Palacio Real im englischen Stil, in der heute die berühmte internationale Sommeruniversität Menéndez Pelayo tagt. Im Zoo werden die Seehunde täglich um 17 Uhr zur hellen Freunde der kleinen Besucher mit frischem Fisch gefüttert.

Text und Bilder zu Santander: mehr dazu

 

Ausflüge ab Santander

 

Rund 25 km Richtung Burgos über die N 634 und N 623 liegen nahe dem Kurbad Puente Viesgo die gleichnamigen Tropfsteinhöhlen. In den **Cuevas de Puente sind gemalte Bisons, Pferde und rund 50 Handabdrücke aus der Altsteinzeit zu sehen, die weit weniger berühmt sind als die Altamira-Höhle (s. S. xx). Die Besucherzahlen sind auf 300 pro Tag begrenzt, also besser vormittags vorbeischauen (Di-So 10-12.15, 15-18.15 Uhr).17 km südlich von Santander (über die N 634) ist bei Sarón der Safaripark **Parque de la Naturaleza Cabárceno eingerichtet. Löwen, Tiger und Braunbären leben hier in einer ehemaligen Mine, deren rötliche Kalkfelsen eine bizarre Kulisse bilden. Diese Erhebungen wurden durch den Abbau von Eisenerz freigesetzt (im Sommer 10-21, sonst 10-18 Uhr). Mehr zum Bärenpark

 

 

Altstadt von Santander ©Turespaña

 

Santillana del Mar

 

Der denkmalgeschützte Ort an der Costa Esmeralda (“Smaragd-Küste”) zeigt sich 4 km vom Meer entfernt als wahres Freilichtmuseum: Reiche Händler und Adelige haben hier zwischen dem 15. und 17. Jh. wappengeschmückte Häuser gebaut, die seither unverändert das Ortsbild prägen. Kunsthistorisches Highlight ist die Stiftskirche La Colegiata, in deren Kreuzgang schön gearbeitete Säulenkapitelle auffallen.
Nur zwei km südwestlich malten vor 14 000 Jahren Steinzeitbewohner Bisons und andere Jagdtiere in der Höhle Cueva de Altamira. Eine 2001 eröffnete, detailgetreue Reproduktion der cueva macht die Bilder für das Publikum zugänglich.

Altamira-Höhle©Turespaña

 

Comillas

 

Der Ort ist vor allem für Antoni Gaudís Pavillon El Capricho bekannt, den der katalanische Künstler 1884 als im Auftrag eines Steinreichen Marquis als Hochzeitsgeschenk für dessen Tochter erbaute. Neben dem spielerisch verträumten Pavillon (Restaurant) ist auch der ehemalige Bischöfliche Universität von Joan Martorell (1883) vom Jugendstil geprägt. Die vorgelagerten Strände animieren Wellenreiter wegen der starken Brandung zu artistischen Luftsprüngen
Hinter Comillas liegend die weiten Dünenstrände Oyambre, Jerra und Merron, die zu einer Badepause verführen. Der Urlaubsort San Vicente de la Barquera schmiegt sich an die Mündung des Río Escudo und ist von kleineren, ebenfalls attraktiven Stränden umgeben.

©Turespaña

 

 

Picos de Europa

 

Die prächtige Gebirgslandschaft steht unter Naturschutz und unterscheidet sich von dem übrigen Kantabrischen Gebirge durch ihre majestätisch wirkenden Kalksteinberge mit ausgewaschenen Höhlen, unterirdischen Flüssen und einer geradezu üppigen Vegetation. Die “Spitzen Europas” dienten Seefahrern damals als Orientierungspunkt, der Torre Cerrado bringt es immerhin auf 2648 m. UR2.

 

Die kantabrischen Picos

 

Von Unquera aus führt die N 621 direkt in den kantabrischen Teil der Picos de Europa. Die Fahrt hinauf in die Kalksteingipfel begleiten sattgrüne, dichtbewachsene Täler und senkrecht abfallende Felswände. Durch die fast 25 km lange Schlucht Desfiladero de la Hermida geht es zur mozarabischen Kirche Santa María de Lebeña (925) mit ihren typischen Hufeisenbögen und weiter zu dem Städtchen Potes. Rund um den Turm Torre de Infantado (15. Jh.) liegen Supermärkte und Geschäfte für Aktivurlauber, die sich mit Lebensmitteln oder auch Wanderschuhen eindecken.

 

Fuente Dé: Weiter oberhalb thront in 1005 m Höhe das Bergsteigerzentrum Fuente Dé. Eine Kabinenseilbahn schafft die 800 Meter bis zum Mirador El Cable in nur drei Minuten (tgl. 9-20, im Winter 10-18 Uhr). Hier erstreckt sich ein weites Netz an Wanderwegen durch den Nationalpark.


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