21 May 2012    
 
 
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Chinchón und seine schöne Plaza

 

Chinchón liegt südlich von Madrid und lässt sich gut gemeinsam mit dem nur 20 km  entfernten Aranjuez besuchen.
Schon von weitem sieht man Kirche und Burgruine dieser wunderschönen kastili­schen Ortschaft. Die quadra­tische Befesti­gungsanlage aus dem 15. Jahrhundert ist typisch für die mili­tärische Architektur jener Zeit. Bei der Einfahrt ins Dorf über die Ave­nida del Generalísimo (auch hier gibt es sie noch!) kommt man links an einem Klaris­senkloster und an der Einsiedelei des San Roque vorbei.

 

Chinchon- Anís, Plaza y Mesón

„Chinchón – Anís, Plaza y Mesón“. Auf solch einen kurzen Nenner bringen die 4000 Einwohner von Chinchón die Bedeu­tung ihres Ortes. Der hier hergestellte Anisschnaps ist weit über die autonome Region Madrid hinaus bekannt. Die in ihrer Art einzigar­tige Plaza Mayor ist eine der schöns­ten Spaniens, und viele Besucher kommen her, um in einem der zahlreichen Res­taurants und Mesones gut zu essen.
    Die Plaza Mayor mit ihrem eigenwilligen Grundriss – ist er nun kreisförmig, fünfeckig oder einfach nur völlig unregelmäßig? – überrascht durch ihre Größe. Drei- bis vier­geschossige Häuser mit langen, durchge­henden Holzbalkons begrenzen sie. Sie be­herber­gen kleine Läden und vor allem Cafés, Restaurants und Mesones, die ihre be­gehrtesten Plätze auf den Balkonen haben. Im Sommer stehen Tische und Stühle auch auf dem Platz, der zum Glück nicht das ganze Jahr über als Parkplatz dient.
Einst war der Platz Ort alter Traditionen, Viehhandel und Hinrichtungen. Eine Tradi­tion hat sich erhalten: Seit 1502 dient der Platz noch regelmäßig in der Sommersaison als Stierkampf­arena. Auch Dorffeste und Theateraufführungen finden hier statt.

 

Parador und Pfarrkirche

Südwestlich der Plaza Mayor – in der Ave­nida del Generalísimo 1 – ist im ehemaligen Augustinerkloster aus dem 18. Jahrhundert ein „Parador Nacional“ untergebracht. Die „Paradores Nacionales“ sind staatliche Hotels mit hohem Komfort in zumeist historischen Gebäuden.
Es lohnt sich auch, zur Pfarrkirche Chinchóns, der „Iglesia de la Asunción“ (Himmelfahrtskirche), hinaufzugehen. Von der Kirche aus hat man einen schönen Blick über das ganze Dorf – eine Aussicht, die auch schon Goya genoss. Der berühmte Ma­ler war mehrmals hier zu Gast, wo sein Bru­der Pfarrer war. Der Kirche Chinchóns vermachte Goya das Gemälde „Maria Himmelfahrt“.
Neben der Kirche steht heute das Theater „Lope De Vega“ an der Stelle, wo sich frü­her der Palast der Grafen von Chinchón befand. Im Innenhof dieses Palastes fand die Uraufführung einer Komödie des großen spanischen Klassikers statt.

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