21 May 2012    
 
 
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   OléReisezieleRegionen SpaniensPyrenäenDas Hexendorf der Pyrenäen

Die Hexenhöhle von Zugarramurdi

 

Pyrenäen/Navarra. Der Ort Zugarramurdi steht für Hexenverfolgung, Zauberei, Mythen und Legenden. Das „Dorf der Hexen“ in der Bergwelt der Pyrenäen erinnert 2010 an den 400. Jahrestag des Autodafé von Logroño, denn im November 1610 wurden 31 Bewohner wegen Hexerei verbrannt, was das kleine Dorf und die benachbarten Orte für Jahrhunderte prägen sollte.

Heidnische Treffen

Die nahegelegene Höhle dienten bis in s 17 Jh. offenbar als Ort für heidnische Treffen von Männern und Frauen, die von Mitbewohnern der Hexerei bezichtigt wurden. Die Cuevas strahlen eine einzigartige Atmosphäre aus. Es heißt, man habe dort im Mondschein so alles mögliche getrieben.
 

Grüne Landschaft, grausige Vergangenheit

Zugarramurdi liegt im Norden Navarras, in den Westpyrenäen nahe der französischen Grenze. Die grüne Landschaft kontrastiert mit der weißen Farbe der Häuser. Ein kleiner Spaziergang durch die Gassen des Dorfes stimmt auf den Besuch der Höhlen ein.

Nur 400 m vom Dorf entfernt befindet sich der Bach Olabidea, der seinem baskischen Namen nach in der Hölle entspringt (Infernuku erreka). Er hat hier einen 120 m langen und bis zu 12 m hohen Tunnel gegraben. Hinter dem tunnelartigen Höhleneingang führt eine Treppe zum größten Saal der Höhle hinab. Dort sollen die „Akelarres“ oder Hexentreffen stattgefunden haben. Mit der Präsenz des Teufels inklusive.

 

Nur wenige überlebten die Tortur

Es ist nicht verbrieft, ob die Tänze um das Lagerfeuer und die Rituale wirklich stattfanden oder eine Erfindung der Inquisition waren. Sicher ist, dass die Inquisition die Einwohner von Zugarramurdi unbarmherzig verfolgte. Im Jahr 1610 machte sie 31 Bürgern - überwiegend Frauen - aus der Gegend den Prozess. Sie wurden der Hexerei bezichtigt und ihre Namen stehen auf einer Tafel am Eingang der Höhle. Einige überlebten, nachdem sie ihre Schuld anerkannten und um Vergebung baten, aber 13 starben während der Folter, die sie im Gefängnis von Logroño (in der heutigen Rioja am Jakobsweg) erlitten. Die restlichen sechs wurden auf dem dortigen Marktplatz vor 30 000 Zuschauern bei lebendigem Leib verbrannt.

 

Veranstaltungen rund um den Hexenkult
Heute gibt es jede Menge Führungen, Veranstaltungen und mehr oder weniger geschichtsgetreue Bücher über das Thema. Näheres unter Tel. 0034-848 420 420, oder im Web unter www.turismozugarramurdi.com

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