Die Altstadt von Cáceres (70 000 Einw.) steht unter dem Schutz der UNESCO. Wäre die Kleinstadt nicht etwas ab vom Schuss gelegen, sie hätte wohl ähnlich viele Tagesbesucher wie Toledo. Stattdessen ist es im hiesigen Barrio Monumental jenseits der Plaza Mayor oft so still, dass man nur das Klappern der Störche hört.
Zwist mit Kastilien
Das war früher anders, als ortsansässige Ritter ihre Familienpaläste ähnlich italienischen Geschlechtertürmen mit höchst aufwändigen Türmen versahen, um sich bei den verfeindeten Nachbarn Respekt zu verschaffen. Die Missgunst nahm solche Formen an, dass Kastiliens Königin Isabel 1476 von vielen der Türme die oberen Zinnen abschlagen ließ, um dem Gerangel ein Ende zu bereiten. Einige der Turmspitzen blieben aber unbeschadet, darunter die Torre de las Cigüeñas (Storchenturm) an der Plaza San Mateo. Gleich gegenüber liegt die barocke Casa de las Veletas, in deren Untergeschoss noch ein maurischer Wasserspeicher (aljibe) steht. Zu den vielen Prunkbauten und Kirchen zählt der kurios klingende Palacio de los Toledo Moctezuma mit seiner Turmkuppel (16. Jh.). Der Großvater des Bauherrn hatte den mexikanischen Namen Moctezuma eingeführt, als er die Tochter des Aztekenfürsten heiratete.
Information
Pl. Mayor 33, Tel. 927 24 63 47. Guter Stadtplan (mapa).HotelParador de CáceresWie eine Zeitreise ins tiefste Mittelalter. Im monumentalen Viertel von Cáceres liegt dieser schmucke, bravourös eingerichtete Hotelpalast aus dem 14. Jh.Ancha 6.
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