Drei der bedeutendsten Museen Spaniens vereinen sich am Paseo del Prado zum “Kulturdreieck” der Stadt.
Der Prado - Madrids Highlight
Der Prado (Di-Sa 9-19, So und Fei 9-14 Uhr) ist dabei das unbestrittene Highlight. Mehr als 2500 Werke spanischer, flämischer deutscher und italienischer Werke verteilen sich auf 120 Säle. Wochen würde es dauern, wollte man alle Bilder von Tizian, Rubens und Bosch (spanisch: Jerónimo del Bosco) sehen. Da ist es unvermeidlich, eine Auswahl treffen. Zu den besten Werken zählen im Obergeschoss die Gemälde des Diego de Velázquez, vor allem das Königsportrait “Las Meninas” (der Familie von Felipe IV). Goya ist mit dem ebenso brillanten Portrait von Carlos IV vertreten, wobei man sich unbedingt auch seine Horrorvisionen “pinturas negras” (Schwarzen Gemälde) im Untergeschoss ansehen sollte. Ebenfalls ein Meisterwerk von Goya ist sein Antikriegsbild "Die Erschießung der Aufständischen ". Ebenfalls auf unserem Portal ausführlich beschrieben ist Dürers Selbstbildnis.
Reina Sofia - Kunstgalerie mit Charme
Was der Prado für die Kunst des 17-19 Jh. ist, ist das Reina Sofia (Di geschl., sonst 10-21, So 10-14.30 Uhr) für die spanische Moderne. In dem ehemaligen Krankenhaus mit den markanten Glasaufzügen (Straße Santa Isabel 52) faszinieren mehrere Werke von Miró, Dalí, Tàpies, vor allem aber Pablo Picassos “Guernica”.
Thyssen-Bornemisza - die Privatsammlung
Dritter im Bunde ist das Museum Thyssen-Bornemisza (Di-So 10-19 Uhr) im Villahermosa-Palast am Paseo del Prado. Es ist sozusagen eine Quintessenz aus Prado und Reina Sofía: Baron Thyssen hat hier seine Privatsammlung von rund 750 Bildern aus der Zeit zwischen 1290 und 1980 aufhängen lassen: van Gogh neben Dalí, religiöse Werke neben Pop-Art, italienische Impressionisten neben russischen Konstruktivisten. Nur die Gemäldesammlung der britischen Königin soll weltweit größer sein als die Sammlung der Familie Thyssen. Mehr dazu