Spanische Nationalspieler umarmen sich auf dem Spielfeld
Spieler der spanischen Fußballnationalmannschaft feiern einen Titel. Nun ist ihr ehemaliger Trainer Luis Aragonés gestorben © tourspain

1.02.2014

Europameister-Trainer Luis Aragonés ist tot

Der ehemalige Trainer der spanischen Fußballnationalmannschaft ist heute mit 75 Jahren gestorben. Er führte La Furia Roja 2008 zum Europameistertitel, den die Spanier gegen Deutschland im Finale errangen.

von Marcos Fernández Vacas

Luis Aragonés kam am 28. Juli 1938 in Madrid zur Welt. Er spielte selbst im Profifußball. Bei Real Madrid kam er nie zum Einsatz, daher war sein Stammverein der Club Atlético de Madrid. Dort spielte er in den 60er und 70er Jahren als Mittelfeldspieler und gewann mehrmals die Meisterschaft und den Landespokal Copa del Rey.

Vom Spieler zum Trainer und der Erfolg 1975

Nach Ende seiner Spielerkarriere nahm Aragonés 1974 die Trainerstelle beim Club Atlético de Madrid an. In den folgenden Jahren war er mit seiner Heimmannschaft wieder mit dem Gewinn der Meisterschaft und dem Pokal sehr erfolgreich. 1975 gewann der Club sogar den Intercontinental-Cup, ohne den Europapokal gewonnen zu haben. Bis heute ist es der einzige europäische Fußballclub, dem dies gelang.

Den besten Fußball der Welt entwickelt

In den Jahren ab 1980 war er als Trainer mit Clubs wie Real Betis Balompié aus Sevilla oder Valencia CF unterschiedlich erfolgreich. 2004 nahm er dann die Trainerstelle bei der spanischen Nationalmannschaft an. Er griff zu umstrittenen Maßnahmen, indem er zum Beispiel gestandene Spieler wie Raúl nicht für die Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz nominierte. Aber mit der goldenen Generation um Spieler wie Iniesta und Xavi entwickelte der knorrige Trainer den in der Gegenwart besten und erfolgreichsten Fußball der Welt, der zum Europameistertitel 2008 führte. Unter Vicente del Bosque kam dann der Weltmeistertitel 2010 in Südafrika und nochmals 2012 der Europameistertitel hinzu.

Das langsame Karriereende

Nach dem ersten Europameistertitel wich er vom Stuhl des Nationaltrainers und nahm eine Stelle beim türkischen Verein Fenerbahçe SK bis 2010 an, kündigte diese aber schon 2009. Im Jahr 2011 macht der RCD Mallorca ihm ein Angebot, er lehnte es jedoch schließlich ab. Schließlich kündigt er Ende 2013 seinen Rückzug vom Fußball an. Heute ist er nun nach langer Krankheit im Krankenhaus Clinica Centro de Madrid gestorben.

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