Ein Mann spaziert durch einen Nationalpark Spanien
Im spanischen Nationalpark © tb

1.06.2013

Spanien hat drei neue UNESCO-Reservate

Die UNESCO hat drei neue Biosphären-Reservate in Spanien ernannt: La Granja y El Espinar, las Mariñas Coruñesas e Terras DO Mandeo und Tierras del Ebro. Damit rangiert Spanien weltweit auf Platz 2.

von Marcos Fernández Vacas

Die von der UNESCO anerkannten Naturräume befinden sich in der Sierra de Gaudarrama nördlich von Madrid sowie in den Regionen Galicien und Katalonien. Spanien verfügt nun über 45 dieser schützenswerte Gebiete. Lediglich die USA haben zwei mehr, Russland liegt nun auf Platz 3.

Nachhaltiger Umgang mit der Natur
 
La Granja und El Espinar sind über 35.000 Hektar groß. In dieser Region, die zur Provinz Segovia gehört, leben circa 14.000 Menschen. Die Sierra de Guadarrama liegt etwa 50 km von Madrid entfernt. Für die UNESCO hat vor allem der Berg Valsaín einen „besonderen ökologischen, wirtschaftlichen, ästhetischen und sozialen Wert“. Hervorgehoben hat die internationale Organisation mit Sitz in Paris den nachhaltigen Umgang der Glasindustrie, der Landwirtschaft und des Tourismus mit der Natur. Außerdem gibt es in der Region mehrere Bio-Forschungszentren.

Galiciens Kultur an Natur gebunden

Galiciens Biosphärenreservat Las Mariñas Coruñesas e Terras DO Mandeo sind 116.000 Hektar groß und hat 190.000 Bewohner. Hier fließen die Flüsse Mero und Mandeo, Küstenabschnitte und Gebirge bieten eine vielfältige Natur. Der UNESCO zufolge hat die besondere Kultur Galiciens eine enge Bindung zu den natürlichen Ressourcen. Auch lobt sie den Erhalt verschiedener Viehrassen des Gebiets, zu dem auch die Bucht von Betanzos gehört.

Ökologische Vielfalt in Las Tierras del Ebro

Mit über 365.000 Hektar sind die Tierras de Ebro das größte der drei neuen Biosphärenreservate. Hier leben 190.000 Menschen. Das Gebiet in Katalonien umschließt das Becken und die Mündung des Ebro, dem wasserreichsten Fluss des Landes im Südwesten Europas. „Zahlreiche Ökosysteme leben an der Küste wie auch im Inneren dieser Zone", so die UNESCO. Auch hier überwiegt die Viehwirtschaft. Doch hat sich auch eine Industrie angesiedelt, die die alternativen Energien voranbringt.

UNESCO-Ziel: Mensch und Natur zusammenbringen

So freut sich die Direktorin der Autonomen Organisation der Spanischen Nationalparks Montserrat Fernández Sanmiguel „unglaublich“ über 65 neue Gemeinden, die in einem Biosphärenreservat liegen. Bekannte UNESCO-Reservate in Spanien sind Ordesa-Viñamala, die Inseln El Hierro, Lanzarote und Menorca, die Picos de Europa, die Sierra Nevada oder Coto de Doñana. Mit dem Programm „Mensch und Biosphäre“ möchte die UNESCO seit den 70er Jahren die kulturellen und sozialen Tätigkeiten der Menschen mit dem Schutz der Natur zusammenbringen. Dazu gehört nicht nur die Auszeichnung von Schutzgebieten, sondern auch intensive Forschung.

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