Ein maurisches Fenster in der Alhambra, Granada
Wandschmuck in der Alhambra in Granada, Andalusien © tb

2.08.2013

Barrierefreiheit in der Alhambra von Granada

Die Stiftung der Alhambra in Granada hat dreidimensionale Modelle für Blinde an fünf Punkten des Monuments installiert. Auf ihnen sind kunstvolle Dekorationen und Räume des Weltkulturerbes dargestellt.

von Marcos Fernández Vacas

Neben den vielen Dekorationen könne Blinde nun erstmals auch die geometrischen Figuren und das Deckengetäfel wahrnehmen. Dem Internetportal Diario Sur zufolge dient die Technik neben der Barrierefreiheit auch dem Denkmalschutz.

Infos in mehrere Sprachen und in Blindenschrift

Die ersten fünf angebrachten Blindentafeln stehen an den Punkten Generalife, Nasriden-Paläste  und nördlicher Gartenpavillon. María del Mar Villafranca, Direktorin der Alhambra, bezeichnet die Installation als Pionierprojekt in der Testphase. Jede Tafel stellt Informationen in mehreren Sprachen und in Blindenschrift bereit. Mit den Händen können die Sehbehinderten auch die unterschiedliche Maserungen und Temperaturen von Objekten ertasten. Die verwendeten Materialien sind Gips, Holz, Keramik und Stein.

Blaupause für die Blindentafeln

Zuvor haben Techniker die Objekte in der Alhambra mit speziellen Digital-Kameras abgelichtet und gleichzeitig vermessen. So sind dreidimensionale Fotos in hoher Auflösung entstanden, die sehr wirklichkeitsnah die einzelnen Kunstgegenstände abbilden. Die Fotos dienten als Blaupause für die Blindentafeln. Ziel ist es, den Besuch der Alhambra in Granada für alle Touristen noch moderner zu gestalten, so die Direktorin. Die Barrierefreiheit folgt dem heutigen Verständnis des Denkmalschutzes. 50 Millionen Sehbehinderte in Europa können nun kommen.

Weiterer Links:


Das Blindenmuseum von Madrid

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