4.09.2012

Spanische Horrorfilme in Köln

Das landesweit populäre Fantasy Filmfest öffnet am 06.09.2012 im Kölner Cinedom zum 26. Mal seine Kinotüren. Mit im Programm sind spanischsprachige Thriller, die wieder Gänsehautkino vom Feinsten versprechen.


von Susanne Lück

 

Pilgerstatt der Thriller-Fans

 

Das Fantasy Filmfest hat sich längst mit Spielorten in ganz Deutschland vom Geheimtipp für Fantasy-Geeks zur Pilgerstatt aller Fans des Thriller- und Horrorgenres gewandelt. Mit einem Riesenangebot von über 80 Produktionen aus aller Welt, die im Kommerzkino nicht oder doch wesentlich schwerer zu erwischen sind, lockt es so viele Zuschauer in die Festivalsäle, dass sämtliche Dauerkarten bereits jetzt ausverkauft sind.



Bedeutende spanische Beiträge

 

Wie jedes Jahr sind neben den unvermeidlichen US-Platzhirschen auch europäische insbesondere spanische Produktionen vertreten, die englisch untertitelt gezeigt werden. Das Land der Rezession ist zuverlässiger Dauerlieferant für Horror der besonders raffinierten Art. Kassenrekorde für die [REC]-Reihe oder jüngst das Kritikerlob für Jaume Balaguerós raffiniertes Psychohorrorstück Sleep Tight haben dafür gesorgt, dass Werke aus spanischen Filmeschmieden unter Kennern mittlerweile beliebter sind als englischsprachige Thriller-Kost.

 


Schräge Twists und makabrer Humor

 

Das FFF zeigt unter anderem erstmals Blind Alley von Antonio Trashorras. Das Programmheft verspricht für den klassischen Horror-Albtraum mit irrem Frauenkiller „psychologische Volten“ und einen „expressionistischen Primärfarbenrausch“. Game of Werewolves von Juan Martínez Moreno, ebenfalls frisch vom Schneidetisch, greift das uralte Werwolf-Genre auf und verarbeitet es nach bester iberischer Manier mit schrägen Figuren, originellen Wendungen und vor allem viel makabrem Humor. Aus Kolumbien kommt Andrés Baiz‘ The Hidden Face, ein subtiler Hochglanz-Thriller, der uns nach einer angemessenen Klaustrophobie-Warnung in immer engere Abgründe treibt.



Katalanisches Werk mit Daniel Brühl: Eva

 

Den Abschluss des Filmfestes markiert eine Regiearbeit des Katalanen Kike Maíllo: Am 13. September um 19.15 Uhr erleben wir im Cinedom, wie Daniel Brühl seine spanischen Wurzeln im spanischen Thriller Eva erforscht. Der in Barcelona geborene (halb)deutsche Vorzeigestar glänzt als spanischer Roboterdesigner, der bei einem kindlichen AI-Prototyp an seine ethischen Grenzen gerät. Mit ihm und Marta Etura, die gerade noch als Stalking-Opfer die Zuschauer in Sleep Tight-Vorstellungen lockte, zeigt Maíllo, wie intensiv und nachdenklich man Europa das Thema künstliche Intelligenz in Europa angeht: weniger Action, mehr Interaktion. Mit Erfolg. Maíllos erster Langfilm wurde mit Preisen überhäuft, u. a. dem International Fantasy Film Award, dem spanischen CEC-Award sowie dem Gaudí- und Goya-Filmpreis.



FFF in Köln

 

Wer jetzt weiß, wo in Köln er oder sie die nächste Woche verbringt, kann noch Einzelkarten erstehen:

Fantasy Filmfest Köln im Cinedom im Mediapark

Programm unter www.fantasyfilmfest.com

Online-Vorverkauf unter www.cinedom.de

 

Weiterführender Link

Susanne Lück über die erfolgreichen Horrorfilme der Spanier: mehr

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