Flughafen in Sevilla. Anderswo wie in Madrid und Barcelona sieht es schlimmer aus

4.12.2010

Alarmzustand in Spanien

Madrid. Die Regierung hat wegen dem anhaltenden Fluglotsenstreik den Alarmzustand ausgerufen.


von Tobias Büscher


Über 300 000 Fluggäste sitzen fest, denn in Spanien mussten nach dem Fluglotsenstreik vom Freitag mehrere Flughäfen nun ganz schließen, auch Barajas in Madrid. Zunächst sah es so aus, als könne der Flugverkehr sich normalisieren, nachdem sich Piloten am Freitag ohne Ankündigungen um 17 Uhr massenhaft krank gemeldet hatten. Aus Protest gegen angekündigte Sparmaßnahmen der Regierung in ihrem Arbeitsumfeld.


Piloten drohen lange Haftstrafen


Während die Fluggäste das Nachsehen haben, drohen den Piloten nun lange Haftstrafen, da sie nach wie vor nicht zur Arbeit erscheinen. Durch den Alarmzustand unterstehen sie nun dem militärischen Recht und können hart zur Rechenschaft gezogen werden.

Auch deutsche Flughäfen betroffen


Auch in München, Köln und anderen Städten sind an den Flughäfen die Folgen zu spüren, da der Flugplan durcheinandergerät. Vor allem aber viele deutsche Reisende in Spanien ärgern sich, denn auf sie kommen unerwartet lange Wartezeiten zu. So meldete uns Sascha aus Alicante soeben: "Der Flugbetrieb steht in Alicante komplett! Grüße von einem Fluggast der hier festsitzt."

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