Olivenhaine in Nordandalusien
Montse und Alicia (Hintergrund) mit einer deutschen Journalistin in der spanischen Provinz Jaén, Nordandalusien, tb

26.02.2016

Spanisches Fremdenverkehrsamt in Düsseldorf schließt

Bislang hatte Deutschland als einziges Land der Welt vier spanische Fremdenverkehrsämter. Doch die Filiale in Düsseldorf mit dem großen Einzugsgebiet NRW hat dicht gemacht.


Die Mitarbeiter hoch motiviert, die Ziele stark. So hat sich das Spanische Fremdenverkehrsamt in Düsseldorf in den letzten Jahren präsentiert. Leiterin Alicia Lillo zeigte sich nach einem eher bürokratischen Vorgänger als versierte Frau mit guten Ideen und dem Ziel: den Tourismus in Spanien durch Messeauftritte und Pressereisen stärken. Doch Frau Lillo ist bereits abgezogen, das Büro ist geschlossen und die Angestellten in anderen Jobs untergekommen, darunter beim Spanischen Konsulat.

Trotz sehr guter Arbeit eine unwiderrufliche Entscheidung

Bislang hat Spanien Fremdenverkehrsämter in Berlin, München, Frankfurt und Düsseldorf. Doch 2015 hat die Filiale Düsseldorf dicht gemacht.

Vor allem das engagierte Team der Spanier in Düsseldorf traf die Entscheidung hart. Über viele Jahre hinweg haben die Mitarbeiterinnen Messen besucht, Vorträge vor Reiseunternehmen gehalten und Pressereisen in alle Teile Spaniens organisiert. Dabei ist ihnen immer wieder der Spagat gelungen zwischen regionalen Interessen der Spanier, Anweisungen aus Madrid und Wünschen der ab und zu sehr divenhaften Journalisten.

Galicien, Teneriffa, Menorca und unbekannte Pfade

Unsere eigene Redaktion ist seit mehr als 15 Jahren von dem Amt in Düsseldorf betreut worden. Dadurch entstanden Bücher über den Jakobsweg, ganz Spanien, die Nordspanische Atlantikküste und Madrid. Montserrat Cañamero López und Elena Rodríguez haben sich über viele Jahre hinweg so gut für unsere journalistische Arbeit eingesetzt, dass auch unsere Webseite sehr davon profitierte und viele Reisende auf Spanien aufmerksam geworden sind. Vor allem die Touren in das unbekannte Spanien, etwa nach Jaén, sind heute bei unseren Usern gefragt. Ob all dies bei den Verantwortlichen in Madrid angekommen ist, wissen wir nicht. Doch eines ist erstaunlich: Ein Amt, das so viele Reisende nach Spanien lockt, sollte eigentlich wieder eröffnet werden. Denn in der anhaltenden Wirtschaftskrise hat vor allem der Tourismus in Spanien eine Chance. (tb)

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