Panda in Spanien
Panda mit Tierkollegen

15.11.2012

Fossile Panda-Überreste in Spanien entdeckt


In Spanien haben Wissenschaftler fossile Überreste eines Pandabären gefunden. Dabei kann es sich um einen Vorfahren des asiatischen Großen Panda handeln.


von Marcos Fernández Vacas

Laut El Pais haben die Experten einen entsprechenden Artikel im Wissenschaftsjournal Plos One veröffentlicht. Für die Entdeckung ist ein Team verantwortlich, das aus Mitarbeitern des Museo Nacional de Ciencias Naturales, dem Instituto Catalán de Paleontología, der Universidad Complutense de Madrid und der Universidad de Valencia besteht.


11,6 Millionen alte Zähne


Zwei Kiefer und einige Zähne sind der Fund. Ihr Alter wird auf 11,6 Millionen Jahren geschätzt. Es soll sich dabei vermutlich um eine neue Gattung handeln, die zu den ältesten der Familie des Großen Panda gehört. Er war Vegetarier und ernährte sich von Bambus. „Der neue Fund, den wir beschreiben, beweist erstmals das Vorhandensein des Bären auf der Iberischen Halbinsel“, so der Direktor der Forschungsgruppe Juan Abella.

Abstammung bleibt unklar



Die Überreste wurden in einer Gegend der Gemeinde Hostalets de Pierola nahe Barcelona gefunden. Die Wissenschaftler untersuchten in Erdschichten von bis zu 250 m Tiefe, in denen mehr als 200 fossile Fundorte vorhanden sind. Bis heute ist die Abstammung des Großen Panda unklar, da die bisher gefundenen Überreste aus dem Miozän sehr spärlich sind. In China konnte man bis zu 8 Millionen alte Fossilien entdecken. Nur in diesem asiatischen Land konnte der Große Panda bis heute überleben, ist jedoch vom Aussterben bedroht.

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