Flamencobühne

18.06.2012

Nacht des Flamenco in Córdoba

 

Zum fünften Mal hat die andalusische Stadt von Samstag auf Sonntag die „Noche Blanca del Flamenco“ zelebriert. Die Nacht ohne Schlaf ist dem Flamenco gewidmet und in diesem Jahr gab es viele Konzerte zu Ehren von Camarón de la Isla.

 


von Marcos Fernández Vacas


Die meisten Konzerte hörten die Besucher in diesem Jahr am Paseo de la Ribera. Bereits 2008 ist das Festival auf Initiative des Rates der Stadt und der Córdoba-Stiftung entstanden. Letztere setzt die Bewerbung Córdobas als europäische Kulturstadt um.

 

 

20-jähriger Todestag von Camarón

 

Dieses Jahr widmeten die Verantwortlichen den Abend „der großen Figur Camarón de la Isla, dessen 20-jährigen Todestag wir damit begehen“, so der Tourismusbeauftragte der Stadt bei der Präsentation der Veranstaltung im Mai 2012. Ihm zu Ehren traten viele Flamenco-Künstler auf. Etwa Tomatito, der ihn die letzten 15 Jahre seines Lebens an der Gitarre begleitete. Oder der katalanische Sänger Duquende, der von Camarón entdeckt wurde. Und natürlich Estrella Morente zusammen mit Pepe de Lucía, Bruder des berühmten Paco de Lucía: eine Zusammenkunft von Flamenco-Dynastien.



"Camaroneando en la Ribera"

 

Im Vordergrund stand die Qualität der musikalischen Aufführungen. Die Besucher sollten die Erfahrung machen, dass „Córdoba und der Flamenco gut zusammenpassen“, so Córdobas Bürgermeister José Antonio Nieto zum Online-Portal diariocordoba.com. Die beste Musik gab es auf den schönsten Plätzen der Stadt: Tomatito begeisterte die Zuhörer am Platz Las Tendillas; danach spielte Estrella Morente im Teatro de la Axerquía; der lang erwartete Kiko Veneno, einer der Urväter des modernen Flamenco, trat auf dem Plaza de La Corredera auf. Gut aufgenommen wurde auch das Programm Camaroneando en la Ribera. Mehrere Konzerte fanden zur gleichen Zeit statt und ganze Familien konnten bis zum Morgengrauen die aufregende Atmosphäre des Festivals und der Stadt genießen.

 

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