Historisches Bild vom Putsch 1981 in Madrid
Putschist 1981 im Parlament von Madrid

2.12.2013

Alfonso Armada ist tot

Am 23. Februar 1981 machte der General Schlagzeilen, als er an einem Staatsstreich gegen die Regierung in Madrid teilnahm. Jetzt ist er im Alter von 93 Jahren gestorben. Armada war neben Antonio Tejero und Milans del Bosch einer der drei Hauptdrahtzieher des Anschlags auf die junge spanische Demokratie.


Der ehemalige General Alfonso Armada y Marqués de Santa Cruz de Rivadulla ist in der Nacht zum 2. Dezember in einem Krankenhaus im Madrid gestorben, so Familienmitglieder gegenüber spanischen Medien.

Der weiße Elefant

Sechs Jahre nach Francos Tod stürmten Militärs das Parlament in der spanischen Hauptstadt, nahmen die Politiker als Geiseln und schossen in die Decke. Die Kugeln sind heute noch da. Armada gilt als sogenannter "Weißer Elefant" der Aktion, sprich intellektueller Hintermann. Nachdem der Putsch gescheitert war, kamen mehr als 30 Offiziere und Mitglieder der Guardia Civil vor Gericht. Armadas Haftstrafe betrug 30 Jahre. Doch schon 1988 endete die Haftzeit aus gesundheitlichen Gründen.  Nun starb er in dieser Nacht mit 93 Jahren. Zuletzt züchtete er in seinem Landhaus Karmelien nahe der galicischen Stadt A Coruña.

Trainer von Juan Carlos

Spaniens König Juan Carlos hatte damals in einer flammenden Rede die Aufständischen zum Rückzug überredet und sich international einen Namen gemacht. So gingen die Pläne von Armada zunichte. Pikant daran: Juan Carlos und Alfonso Armada waren zuvor sehr enge Vertraute. Armada, einst Kämpfer der Blauen Division vor Leningrad, war persönlicher militärischer Trainer des jungen Prinzen. Und der ernannte ihn, kaum war er auf Spaniens Thron, zum Generalsekretär des Königshauses.

Armada hat seine Mitschuld am Staatstreich zeitlebens geleugnet. tb


Weiterführende Links:

Spaniens Geschichte

 

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