23.05.2011

Spanien zeigt Zapatero die rote Karte



Herbe Niederlage für Spaniens Sozialisten (PSOE) bei den gestrigen Regional- und Kommunalwahlen. Sie haben nur 27,79 % der Stimmen erreicht, die rechte Volkspartei (PP) 37,53 %, die Linke (IU) 6,31 %.

 

von Tobias Büscher

 


Regionen strafen Spaniens Sozialisten ab 

 

Selbst in Hochburgen wie Castilla La Mancha, Barcelona und Sevilla hat die konservative Partei PP die Macht übernommen. In sozialistischen Stammland Extremadura ist die PSOE nun auf eine Koalition mit der Vereinigten Linken angewiesen und in Asturien hat die Regionalwahl für einen Paukenschlag gesorgt. Auch hier verlor Zapateros Partei, doch Sieger ist nicht etwa die PP, sondern deren früherer Generalsekretär Cascos mit seiner neu gegründeten Partei Foro Asturias (FAC).

 


Baskisches Bündnis erfolgreich

 

Eine Überraschung brachte auch das Absschneiden der neuen baskischen Partei Bildu. Sie bekam rund ein Viertel aller Stimmen und hat Zapatero entgegen dem allgemeinen Debakel sogar geholfen. Denn die baskischen Nationalisten der PNV werden jetzt wohl eine Koalition mit den Sozialisten eingehen.



Gewaltige Demos, geringe Wahlbeteiligung


In den 13 von 17 Regionen sind die Bürgermeister und Gemeinderäte nun gewählt und das große Stühlerücken geht los. Unmittelbar vor der Wahl kam es zu weitreichenden Demos gegen die Regierungspolitik Zapateros, die Sparmaßnahmen und die hohe Jugendarbeitslosigkeit von rund 45 Prozent. Dennoch reichten kaum 65 Prozent der Wahlberechtigten ihre Wahlstimme ein. Im März 2012 bei den Parlamentswahlen wird das anders sein. Doch dann tritt Regierungschef Zapatero schon nicht mehr an. Er hatte schon Wochen vor den gestrigen Wahlen erklärt, nicht mehr kandidieren zu wollen.

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