21.06.2012

Endesa säubert Ebro

Zaragozas Kathedrale am Ebro


Das Energieunternehmen Endesa befreit den Fluss Ebro seit gestern Morgen von einer Algenplage. Dafür wird die Wassermenge des Flusses insgesamt erhöht. In einem Atomkraftwerk kam es zu Störungen.


von Marcos Fernández Vacas

Endesa erhöht die Wassermenge des Ebros, um den Fluss von Algen zu befreien. Dafür werden mehrere Talsperren geöffnet. Das Unternehmen sieht diese Operation als ein Test für spätere umweltfreundliche Maßnahmen an.


Mit Wasser Algen bekämpfen


Begonnen hat Endesa  mit einem Wasserkraftwerk in der Nähe Zaragozas. Insgesamt öffnen seit gestern Morgen drei Kraftwerke des Unternehmens ihre Schleusen, um den Fluss Ebro von der Plage zu befreien. Begonnen wird mit der am höchsten gelegenen Schleuse. Endesa nimmt damit an einem Experiment teil, an dem verschiedene Energieunternehmen beteiligt sind. Die kontrollierte Erhöhung der Wassermenge wird als eine effektive Methode angesehen, um die zunehmende Verunreinigung durch Wasserpflanzen zu bekämpfen. Ein positiver Effekt muss aber noch überprüft werden.



Störung in Atomanlage

 

Die Atomanlage Ascó, die Endesa gehört, musste im Laufe der Flussreinigung ihre Energieerzeugung um 65% reduzieren, so das Online-Portal der Tageszeitung La Vanguardia. Endesas Maßnahmen gegen die Algen hatten zur Abkühlung des Reaktorwassers geführt. Dies führte zur außerordentlichen Abnahme der Energieleistung von über 20%. Die automatischen Sicherheitsinstallationen reagierten einwandfrei auf die Situation. Sobald diese sich normalisiert hat, wird die Anlage ihre Leistung wieder im vollen Umfange bringen. Das Atomkraftwerk von Ascó besteht aus zwei Reaktoren. Betroffen war die Einheit I. Seit 1984 ist die Anlage im Betrieb.

 

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