König Juan Carlos, Gemälde Museum Thyssen
König Juan Carlos

26.11.2012

Juan Carlos nach der Hüft-OP

Nun hat er auch an der linken Hüfte eine Prothese: Der spanische König Juan Carlos wurde am Freitag in Madrid operiert – und steuert laut seinen Ärzten schnurstracks auf die Genesung zu. Anfang nächster Woche kann er wohl die Klinik verlassen.



Von Ulrike Bletzer


Den Umständen entsprechend „sehr gut“ gehe es dem frischoperierten spanischen König, heißt es aus der Madrider Privatklinik San José. Dort wurde Juan Carlos I am vergangenen Freitag an der Hüfte operiert – zum dritten Mal in sieben Monaten. Der Monarch könne bereits wieder aufstehen und sich mit Hilfe von Krücken fortbewegen, teilen die behandelnden Ärzte in einem Kommuniqué mit.  Während der anderthalbstündigen OP bekam Juan Carlos an der linken Hüfte eine Prothese eingesetzt. Ángel Villamor, unter dessen Federführung die Operation stattfand, und Miguel Fernández-Tapia Ruano, der leitende Arzt des spanischen Königshauses, gehen davon aus, dass der 74-jährige, an Arthrose erkrankte König die Klinik Anfang nächster Woche verlassen kann und in etwa einem Monat wieder vollständig genesen ist.




Vorheriger Bruch bei der Elefantenjagd



Damit sorgte diese Hüft-OP für deutlich weniger Aufsehen als diejenige, der sich Juan Carlos im April unterziehen musste. Damals war der König bei einer Elefantenjagd im südafrikanischen Botswana gestürzt und hatte sich die rechte Hüfte gebrochen. Der Vorfall löste in der spanischen Öffentlichkeit einen Sturm der Entrüstung aus. Viele Spanier empfanden es als Affront, dass der Monarch sich bei einer Luxus-Beschäftigung im Ausland vergnügte, während sein Land mitten in einer tiefen Wirtschaftskrise steckt. Juan Carlos entschuldigte sich daraufhin für seinen Ausrutscher – ein einmaliger Vorgang in der Geschichte des Königreichs.

Vom WWF entthront

Seinen Posten als Ehrenvorsitzender der internationalen Natur- und Tierschutzorganisation World Wide Fund for Nature (WWF) ist der als Elefantenjäger geoutete König, der zudem als notorischer Schürzenjäger gilt, allerdings los. Der WWF enthob ihn dieses Amtes, indem er es bei einer außerordentlichen Hauptversammlung im Juli abschaffte.
Bei seiner ersten Hüft-Operation im April wurde Juan Carlos ebenfalls eine Prothese eingesetzt, allerdings an der rechten Hüfte. Weil sich die Prothese lockerte, musste er sich 13 Tage später einer weiteren OP unterziehen.

 

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