Foto von Mariano Rajoy auf einem Wahlplakat
Mariano Rajoy auf einem Wahlplakat

26.11.2012

Rajoy speaks English (muy bad)

Unfreiwillig zeigt Mariano Rajoy sein mangelhaftes Englisch. Ein linguistisches Trauerspiel bei drei Begegnungen.


von Marcos Fernández

Der spanische Regierungschef Mariano Rajoy gibt auf dem internationalen diplomatischen Parkett eine eher traurige Figur ab. Es ging um wichtige Haushaltsgespräche im Europäischen Rat.  Auffallend ist die sprachliche Hilflosigkeit, mit der Rajoy seinen Gesprächspartnern gegenübertritt. Der Fernsehsender laSexta  veröffentlichte das Video der informellen Gespräche. Ein kurioses Beispiel für das "Spanglish" des Regierungschefs.

 

Trotz Krise ich schlafen fünf Stunden



Beim Gespräch mit seinem englischen Kollegen David Cameron will er sagen, dass alles sehr schwierig ist. Einen ganzen englischen Satz bekommt Rajoy jedoch nicht auf die Reihe. So hört der Premierminister des Vereinigten Königreichs: „“it’s very difficult…todo esto”. So, so. Als Cameron fragt, ob er denn gut schlafen könne bei all den Sorgen ums Land: “sí, sí, sí…five hours”. Ob die Spanier selbst bei solchen diplomatischen Fähigkeiten ihres Regierungschefs weiter gut schlafen können, bleibt abzuwarten.



Blut und Wasser schwitzen für Spanien



Überhaupt zeigt sich der Chef der konservativen PP nervös und unsicher im Umgang mit seinen Kollegen. Als Frankreichs Regierungschef Francois Hollande ihn auf die europäische Einheit in diesen Tagen anspricht, antwortet er zwar sicher: “C’est très important pour l’Espagne”. Aber man kann sehen, wie er dabei innerlich Blut und Wasser schwitzt - unablässig reibt er sich nervös die Hände. Besonders amüsant ist die Szene mit Mario Monti, dem Ministerpräsidenten Italiens. Auf die Frage, wie es denn so geht, überlegt Rajoy nicht zweimal und antwortet dem südeuropäischen Nachbarn ... einfach auf Spanisch: „Bien, bien…con la amenaza de la prima. Ha bajado un poco”.  Montis erstaunter Gesichtsausdruck spricht Bände. Rajoy ist allerdings nicht der erste, der durch mangelnde fremdsprachliche Kenntnisse auffällt. Seine Vorgänger Zapatero und Aznar waren auch keine Sprachleuchten.

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