Spanier achten auf den Preis

28.06.2012

Niedrige Inflation in Spanien

 

Die Inflationsrate liegt im Juni bei 1,9%. Damit bleibt sie beim selben Wert wie im Monat Mai. Insgesamt ist der Preisanstieg seit Mai letzten Jahres rückläufig.

 

von Marcos Fernández Vacas

Nach Informationen des Online-portals lavanguardia.com stagnieren die Verbraucherpreise in Spanien. Die Presse stützt sich dabei auf Zahlen des Nationalen Statistikamtes INE. Die Werte sind jedoch vorläufig, da seit Februar 2011 die Europäischen Kommission auf neue statistische Methoden besteht und die endgültigen Daten erst nächsten Monat veröffentlicht werden.

Preise steigen stabil


Im Vergleich zum Vorjahr steigen die Preise um 1,9%. Der Wert für Juni lag  im letzten Jahr bei 3,2%. Besonderen Einfluss auf diesen niedrigen Wert haben die billigeren Treibstoffe, die durch die teureren Tabakwaren und Lebensmittel kompensiert werden. INE hat auch die Zahlen veröffentlicht, die die Verbraucherpreise im Vergleich zu den übrigen Ländern der EU anzeigt. Hier liegt der Wert bei 1,8%. Diese Angaben sind jedoch vorläufig, da die endgültigen Daten erst am 13. Juli veröffentlicht werden. Insgesamt sinkt die Preissteigerungsrate. Im Mai 2011 lag sie noch bei 3,5%. Seither ist die Inflation rückläufig mit Ausnahme des Monats April, wo sie um 2,1% stieg
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Kein Inflationsrisiko in der Eurozone

 

„Es gibt in keinem Land der Eurozone ein Inflationsrisiko“, so der Präsident der Europäischen Zentralbank Draghi. Falls es doch zu einem exzessiven Preisanstieg kommen sollte, verfügt das Europäische System über genügend Werkzeuge, um dem entgegenzuwirken, so der Banker. Die Aussagen stehen im Zusammenhang einer Strategie zur Kapitalerhöhung der Banken, die von EZB, der Federal Reserve System der USA, der Bank von England und der Bank von Japan koordiniert werden könnte. Neues Geld soll dann in die Märkte gepumpt werden, wenn Griechenland aus dem Euro-Raum ausbricht. Die Hilfe zur Liquidität des Finanzsystems kann unter besseren Voraussetzungen geschehen, als dies noch im November des letzten Jahres der Fall war, so die EZB. Viele Banken in Spanien sind vielleicht auf solch eine Hilfe angewiesen, da sie durch das Platzen der Immobilienblase auf sogenannten „faulen Krediten“ sitzen.

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