Strand mit Pinienwald auf Mallorca
So sieht es aus, wenn auf Mallorca die Ruhe einkehrt © mfv

28.07.2014

Sex-Orgien-Lokal in Magaluf muss schließen

Der Ferienort Magaluf südwestlich von Palma hat einen besonders schlechten Ruf auf Mallorca. Nun muss ein Sex-Orgien-Lokal schließen. Obwohl es eigentlich eine normale Disco-Kneipe ist. Ganz besonders geschmacklos sind die englischen Touristen.

von Marcos Fernández Vacas

Sie denken, Ballermann-Saufen mit Jürgen Drews auf Mallorca ist schon schlimm? Von wegen. Magaluf gilt bei den Mallorquinern als das Sodom und Gomorrha des Billigtourismus. Nach Sex-Orgien und öffentlichen Fellatio-Partys zieht die Gemeinde Calvià einen Schlussstrich: das Playhouse muss für ein Jahr schließen.

Lokal Playhouse schon früher für Sauforgien belangt

Obendrauf ist eine Strafe über 55.000 Euro fällig, so das Internetportal des Radiosenders Cadena Ser. Damit möchte der Ort Magaluf von seinem eh schon ramponierten Ruf auf Mallorca noch den kümmerlichen Rest retten. Mit dem englischen  Unternehmen Carnage Magaluf, das das Playhouse führt, ist nun ein durchaus schuldiger Sündenbock gefunden. Nach einer detaillierten Untersuchung durch die lokale Polizei sind die Betreiber durch Missachtung verschiedener Vorschriften für über ein Dutzend Straftaten verantwortlich. Schon in vorhergehenden Ferienzeiten hatte die Gemeinde Calvià den bei englischen Jugendlichen beliebten Veranstalter wegen illegalen Pub-Crawlings, eine Art Exzess-Saufen, angemahnt und bestraft.

Fellatio-Party in der Kneipe als Video im Netz

Doch nun trauten die anwesenden Polizisten ihren Augen nicht. Ohne Scham betrieben die Jugendlichen im Lokal eine öffentliche Fellatio-Party. Ganz abgesehen von diversen nackten Tatsachen und dem verbotenen Alkoholkonsum der unter 16-Jährigen. Solche Orgien laufen wohl schon länger. Denn die Untersuchung kam erst zustande, als besonders intelligente Angelsachsen das Video einer solchen Sex-Orgie auf YouTube ins Netz stellten. Dass da die Image-Alarmglocken von Verantwortlichen aus Magaluf auf einmal ganz laut schrillen, wundert nicht. Auch nicht, dass es immer nur verzweifelte Reaktion ist.

"Eine Stadt ohne Gesetz!"

Wie in anderen Orten der beliebten Balerareninsel nehmen viele Einheimische die ekelhaften Tatsachen in Kauf, denn gerade vom billigen Massentourismus leben fast alle auf Mallorca. Von einem luxuriösen Champagner-Tourismus haben die wenigsten etwas. Doch zum Glück gibt es Menschen wie Hotelbetreiber José de Dios,  welcher der englischen Reporterin Camilla Long von der Sunday Times ein Interview gab: „Touristen, Betreiber und die Gemeinde Calvià sind schuld. Sie haben die Region zugrunde gerichtet, es ist eine Stadt ohne Gesetz!“ Auch Long zeigte sich erschüttert. In einem Statement wies der Betreiber Carnage darauf hin, dass die von der Reporterin beobachteten Feiern normal seien. Dazu Long, die zum ersten Mal für drei Tage dort war: „Schrecklich, denn es könnte wahr sein!“.

 

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