Dach der Kathedrale von Santiago de Compostela
Dach der Kathedrale von Santiago de Compostela in Galicien, Nordwestspanien, hier bei Sonnenschein, tb

29.01.2014

Kathedrale von Santiago braucht 6,7 Mio Euro

Jeden Winter setzt der Regen der Kathedrale von Santiago de Compostela sehr stark zu. Diesmal aber ist nach Ansicht von Wissenschaftlern die gesamte Konstruktion in Gefahr. Das Gotteshaus braucht 6,7 Millionen Euro, damit Ingenieure die Statik sichern können.

von Tobias Büscher

In Galicien, sagt ein Sprichwort, regnet es so viel, dass die Babys mit einem Regenschirm zur Welt kommen. Und tatsächlich: Nirgendwo im Land sind die Niederschläge so hoch wie dort im Nordwesten Spaniens. Nun hat das Wasser die Mauern so stark im Griff, dass Notmaßnahmen fällig sind. Überfällig.

Das Dach der Kathedrale ist besonders gefährdet

Ein Großteil des Geldes wird für das Dach und die Westfassade benötigt. Die Verantwortlichen des Gotteshauses haben daher die Bewohner und vor allem die Geschäftsleute der galicischen Hauptstadt um finanzielle Hilfe für die notwendigen Maßnahmen gebeten. Der sogenannte Plan de Mecenazgo ist allerdings noch Theorie. Das Pilgerziel und wichtige Bauwerk der Christenheit könnte demnächst zur Ruine verfallen, mutmaßt die Zeitung El Mundo sogar.

Peinliches Missmanagment der Geistlichen

Schon 2011 ist der Dekan der Kathedrale in die Kritik geraten, als ein Arbeiter dort ohne weitere Probleme das wertvolle Buch Codex Calixtinus aus dem Tresor stahl. Er war nicht für seine Arbeit bezahlt worden. Doch auch andere Kirchen leiden unter dem mangelnden Schutz ihrer Betreiber. So ging erst vor wenigen Wochen die Kirche von Muxía direkt am Atlantik in Flammen auf. Der Grund: Die Blitzableiter funktionierten nicht: mehr dazu

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