15.10.2010

Stierkampf zählt bald zur Kultur

Spaniens Kulturministerin Angeles González Sinde kommt dem Wunsch der Stierkämpfer nach, die Zuständigkeit für die Corrida vom Innenministerium zu übernehmen. Doch die Kritik am Stierkampf hält an.

 

von Tobias Büscher


Erst vor kurzem hat das Spanische Parlament mehrheitlich entschieden, den Stierkampf nicht als "Kulturgut" anzuerkennen (mehr dazu), wie es die oppositionelle Volkspartei (PP) gefordert hatte. Nun kommt die sozialistische Regierung unter Zapatero den Aficionados etwas entgegen.

 

 

Zuständigkeit bei den spanischen Regionen


Erst am Mittwoch hatte sich eine Delegation von Stierkämpfern beim Innenminister eingefunden und ihr Anliegen vorgetragen, und zwar solche Stars wie Enrique Ponce, El Juli, El Cid, Miguel Ángel Perera, José María Manzanares, Alejandro Talavante und Cayetano. Auch dort war die Bereitschaft signalisiert worden, die Zuständigkeit an das kulturministerium zu übertragen.

 

Katalonien verbietet Stierkampf trotzdem

 

Dass der Stierkampf nun als Teil der spanischen Kultur gewertet wird, freut die Toreros zwar, ist aber eher symbolisch ein Erfolg. Denn wirklich wichtige Entscheidungen rund um den Stierkampf treffen die Regionen selbst. So hat Katalonien entschieden, den Stierkampf ab 2012 vollkommen zu verbieten (mehr dazu).






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