Thyssen-Bornemisza zeigt in Madrid unter anderem dieses Gemälde von Zurbarán
Santo Domingo en Soriano, von 1626/27, Gemälde der Aussstellung in Madrid von Zurbarán

4.05.2015

Zurbarán-Ausstellung in Madrid

Das Madrider Museum Thyssen-Bornemisza zeigt vom 9. Juni bis 13. September 2015 eine Sonderausstellung zum Maler Zurbarán mit dem Titel Ein neuer Blickwinkel (una nueva mirada). Im Oktober kommen die Gemälde nach Düsseldorf.

Der Maler des sogenannten Goldenen Zeitalters Francisco de Zurbarán (1598-1664) ist das Thema des Museums in Madrid. 73 großflächige, teils frisch restaurierte Bilder des auf Heiligenbilder spezialisierten Spaniers zeigt die Ausstellung in Spaniens Hauptstadt. Die Werke von Zurbarán sind unter anderem Leihgaben von Museen aus den USA, die in Spanien noch nie im Original sichtbar waren. Dazu gehören neben Motiven von Heiligen auch Bilder von Blumen, Früchten und Tieren. Auch in Düsseldorf sind sie noch in diesem Jahr zu sehen. Das Museum Kunstpalast präsentiert die Zurbarán-Gemälde vom 10. Oktober bis Ende Januar 2016.

Der für die Klöster malte

Francisco de Zurbarán gehört zu den wichtigsten europäischen Malern des 17. Jh. Kaum einer hat religiöse Szenen und Menschen so eindrucksvoll asketisch dargestellt. Auftraggeber waren vor allem in der Anfangszeit Klöster der Dominikaner und Franziskaner in Andalusien.

Drei Hochzeiten und jede Menge Heiligenbilder

Der Sohn eines Händlers kam in Fuente de Cantos bei Badajoz als jüngster von fünf Brüdern zur Welt. Unterricht bekam er in Sevilla bei Pedro Díaz de Villanueva. Später heiratete er als erste seiner drei Frauen María Páez und erlebte mit ihr die Geburt seines Sohnes und späteren Malers und Mitarbeiters Juan. Die Premiere für die vielen Aufträge war 1626. Die Dominikaner des Klosters San Pablo el Real in Sevilla orderten 21 Gemälde. Das war der Beginn einer erstaunlich erfolgreichen Karriere als Maler. Der spätere Freund von Diego de Velázquez ging schließlich nach Madrid und arbeitete unter anderem für den Palacio del Buen Retiro. Zu seinen berühmtesten Bildern gehören La adoración de los Magos (ca.1638-1639, heute im Museum Grenoble) und das Martirio de Santiago (im Museo del Prado).

Cornero con las patas atadas, 1632
Cornero con las patas atadas, 1632

Infos zur Ausstellung

Titel: Zurbarán: una nueva mirada
Ort: Museo Thyssen-Bornemisza.
Adresse: Paseo del Prado 8. 28014, Madrid.
Geöffnet: Mo-So 10-19., Di und So sogar bis 22 Uhr
Eintritt: 11 €, Schüler, Rentner und Studenten 7 €, unter 12 gratis

Webseite: Thyssen-Bornemisza

Literatur-Tipp

Muschelmord, Tod auf dem Jakobsweg. Der Krimi. Ein Polizist ermittelt undercover im Pilgermilieu:

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