Spanien hilft den Fischern

Spaniens Ministerium für Landwirtschaft, Fischerei und Ernährung stellt den Fischern 10 Millionen Euro für Darlehen zur Verfügung. 

Von Tobias Büscher

Über das Finanzinstitut SAECA wird den Marineros und Pescadores damit der Zugang zu Krediten erleichtert. 

Weiterhin plant die Regierung in Madrid Fördergelder für Forschung, Innovation und Digitalisierung des spanischen Fischereisektors. 

In einer aktuellen Pressemitteilung betont Agrarminister Luis Planas, gerade durch die Einbußen während der Pandemie müsse sich dieser Teil der spanischen Wirtschaft schnell erholen.

Größte Fischereiflotte der EU

Tatsächlich ist Spanien der größte Fischproduzent in Europa. Das gilt nicht nur für frische Waren, sondern auch für Konserven und die Tiefkühlindustrie.

Die spanische Flotte und die Fischereianlagen brauchen ein Facelifting. Die rund 11000 Boote sind im Schnitt über 30 Jahre alt. Planas erhofft sich durch die Hilfen der Regierung „Arbeistplatzsicherheit und einen Übergang zur Energieeffizienz“. 

Vigo: Gigant unter den spanischen Häfen

Spanien verfügt vom Mittelmeer bis zum Atlantik über rund 5000 km Küste. Ein Grund, warum die Fischerei schon zur Römerzeit wichtig war. Und im Mittelalter blühte bereits der Handel mit eingelegten Sardinen, Sardellen, Bonito und Kabeljau

Wichtigste Region für die spanische Fischerei ist Galicien, wo sich besonders viele Häfen, Miesmuschelflöße und über 460 Zuchtanlagen für Heilbutt und Doraden befinden.

Größter spanischer Fischereihafen ist die Stadt Vigo im nordwestspanischen Galicien. Mit seinen Werften und Konservenfabriken ist er nach Rotterdam einer der größten Handelshäfen überhaupt. Von hier aus gehen Thunfisch nach Japan und Austern in die Luxusrestaurants. Subventionen auch seitens der EU waren aber auch hier schon immer nötig.

Das veranschaulichte auch schon der Film „Montags in der Sonne“ mit Javier Bardem als Arbeitslosen Marinero in der Hauptrolle. Der kam schon vor 20 Jahren in die Kinos.