Spaniens Küche und Rezepte: Essen und Trinken

Rioja-Wein, Paellas und Olivenöl aus Spanien sind berühmt, die regionalen Rezepte vielfältig. Wir haben sie vor Ort getestet, Molekular-Stickstoffküche beim Sternekoch in Madrid genauso wie Rustikales bei Eva aus Fuensagrada. Bei ihr gab es den Eintopf Caldo Gallego. Und den kennt fast kein Mensch. Hier ein Überblick über die spanische Esskultur.

von Tobias Büscher

Spanier essen und trinken regional sehr unterschiedlich und haben ihre eigenen Spezialitäten. Die besten Rezepte und Tapas haben wir von Albóndiga-Hackbällchen bis Pulpo zusammengestellt, geben Ihnen Tipps vom Schinkenhalter bis zu den Käsesorten und auch Trüffeln. In Spanien haben wir tolle Meeresfrüchte ausprobiert und waren in Nordwest beim Schlachtfest zum Cocido.

Und die Getränke? Gin stammt aus Menorca, Mahou-Bier aus Madrid und bester Weißwein aus der Provinz Pontevedra. Auch Kaffee ist ein Thema für sich.Im Fokus auch: Köche aus Spanien, und nicht nur die berühmten wie Pedro Subijana und Paco Roncero, der uns dieses mediterrane Rezept geschickt hat. Sie haben uns beim Aufbau dieser kulinarischen Rubrik unterstützt, genauso wie Eva, siehe Bild unten. Sie hat uns ihr Rezept sogar zwischen Gasherd und Kochlöffel mit einem Kuli per Hand aufgeschrieben: Caldo Gallego

Mittag und Abendessen in Spanien

Etwas anders als bei uns sind die Essenszeiten der Spanier. Das Mittagsmenü namens Menú del Día läuft zwischen 14 und 16 Uhr, das Abendessen, also die Cena, beginnt um 21 Uhr. Doch wer so spät nicht essen gehen möchte, bekommt ja genügend Tapas am Thresen, die auch schon satt manchen.

Kochwettbewerbe und Spaniens kulinarische Highlights

Ferran Adrià hält Majonnaise für die beste kulinarische Erfindung, eröffnet 2016 ein eigenes kulinarisches Museum und weiß: Sie stammt aus Menorca. Sein Bruder Albert kocht auch sehr gut, wie unsere Redakteurin beim Tapa-Wettbewerb in Valladolid festgestellt hat (mehr). Der übrigens mag Crema Catalana. Aber auch der Cabrales-Käse aus Asturien ist eine Wucht. Und mit der langen Atlantikküste hat Spanien die besten Meeresfrüchte, vom Barsch bis zum Seeteufel. Und Nacho aus Pontevedra mag besonders Makrele Mariniert.Tauchen Sie mit uns ein in die Geheimnisse der spanischen Küche aus den Regionen. Wir sind ständig vor Ort und haben viele Freunde unter Spaniens Küchenchefs, die uns immer wieder gute Tipps für diese kulinarische Rubrik geben. Auch über Gambas, Langostinos und CigalasTipp: Damit Sie in jeder Taverne auch alles verstehen, hier unser kulinarisch-akustischer Vokabelführer Spanisch für das Restaurant

Tapas: Was Spanier gerne essen und trinken

Sicher gibt es das klassische spanische Gericht nicht. Paella-Rezepte kennen alle Iberer, auch solche für Herzmuscheln, Oktopus oder Lammfleisch. Doch von Fuerteventura ganz im Süden bis zum Baskenland im Norden sind Tapas beliebt. 

Spaniens Getränke: Vino, Sidra und Cerveza

Berühmt ist Spaniens Rioja-Wein. Doch das Land bietet noch viel mehr. Zu den beliebtesten Getränken neben Café und Cognac gehören diese hier:
Apfelwein aus Asturien
Biersorten aus Spanien
Calimocho aus Wein und Cola
Cava aus Katalonien
Sangría aus den Touristenhöhlen
Sherry aus Andalusien
Wein aus ganz Spanien
Und was kaum jemand weiß: Spaniens Weißweine, vor allem aus der Traube Godello, sind inzwischen Highlights für echte Weinkenner.

 

Spaniens Küche auf unserer Homepage

Wir interviewen spanische Köche regelmäßig für Sie und bringen nach und nach immer neue Rezepte und besuchen Kurse wie etwa bei Pedro in Madrid. Grundlage sind unsere Reisen vor Ort, wo wir Spaniern über die Schulter schauen: galicischen Fischern, Hausfrauen in Madrid, Markthändlern in Valencia ... Die aktuellsten Pressereisen derzeit gehen nach Soria in Kastilien (berühmt für Pilze) und in die Ribeira Sacra, ein Rotweingebiet in Nordwestspanien.

 

Lieblingsgerichte aus der Redaktion

Besonders gefragt sind in unserer Redaktion Gambas mit Knoblauch, Seeteufel auf baskische Art und Jamón Ibérico, frisch von der Keule geschnitten. Unter uns: Redakteurin Silke Büscher flambiert Crema Catalana immer selbst. Redakteur Tobias Büscher saut die Küche ständig beim Tortilla-Zubereiten ein. Und Kollege Dr. Marcos Fernández Vacas schwärmt von der Küche des Baskenlands. Er kommt von dort. Und Nacho, unser Freund aus Nordwestspanien, kreiert so kreative Tapas und leckere Gerichte in Pontevedra, einfach klasse!

Spaniens Märkte

Was sind die besten Märkte Spaniens? Wir haben die schönsten für Sie fotografiert. Inzwischen sind die Supermärkte stark auf dem Vormarsch und machen den klassischen Märkten zu schaffen. Viele erfinden sich daher neu, bringen Luxuswaren und Restaurants mit ins Spiel. Oder sie machen es so klug wie der Markt von O Grove am Atlantik. Dort gibt es eine Kochecke, wo man sich das gerade Eingekaufte zubereiten lassen kann. Mehr dazu im neuen Buch Galicien & Jakobsweg bei DuMont: mehr

Die beste Tapa?

Tapear heißt Tapas essen gehen. Tapas sind eine Art spanisches Lebensglück. Und jede Region zaubert sie auf ihre Weise. Doch welche sind die besten? Gambas oder Patatas Bravas? Und wo sind sie besonders beliebt? Wir haben hier die kulinarischen Hits für Sie und einen Tipp:

Im Baskenland kosten sie in der Regel extra, in Asturien und Galicien gibt es sie oft gratis zum Getränk: mehr

Beste Rezepte

Ob Paella, Mojos oder Tortilla, Pulpo oder Ensaladilla Rusa, hier geht es zu den besten Rezepten. Wir haben sie zu einem großen Teil von spanischen Köchen gelernt, einige von ihnen wie Paco Roncero (Sternekoch) und Nacho Bretal haben sogar welche für uns verfasst. Und da wir die Bilder fast alle selber aufgenommen haben, zeigt das: Unsere Rubrik unterscheidet sich deutlich von vielen Kochportalen im Internet: mehr

Interview mit José Peñín

José Peñín, einst der berühmte Weinpapst Spaniens (Mitte) über Verkostung und seinen Wein-Guide. Den Mann habe ich einst in Köln erlebt, als er noch selber arbeitete. Heute wird sein berühmtes, jährlich erscheinendes Buch von seinem Team gemacht, das auch auf der Prowein in Düsseldorf immer wieder vertreten ist: zum Interview

Kulinarische Vielfalt

Von Andalusien im Süden bis zum Baskenland im Norden Spaniens könnte die kulinarische Vielfalt nicht größer sein: Während tief im Süden auf den Kanarischen Inseln Runzelkartoffeln das Maß aller Dinge sind, schwören die Asturianer auf Apfelwein, die Basken auf Txacolí und die Kastilier auf Spanferkel. Kulinarische Hochburg in Sachen Meeresfrüchte dagegen ist Galicien mehr

Spaniens Olivenöl

Spaniens Olivenöl ist natürlich und erstklassig, vor allem Aceite Virgen Extra aus der Gegend rund um die andalusische Acietuna-Stadt Jaén. Dort wachsen so viele Olivenbäume wie sonst nirgends in Europa. Und es ist auch längst kein Geheimnis mehr, dass in mancher Italienischen Flasche Olivenöl stammt, dessen Olivas in Wahrheit aus Spanien stammen: mehr

Küche Andalusiens

Andalusiens Küche ist vielfältig. Ein Überblick mit Rezepte zum Nachkochen: Dabei haben wir auch Varianten zum Gazpacho aufgeführt, in Granada nach den besten Salaten gesucht und festgestellt: In Andalucía isst man am besten, wo Spanier selbst essen. Ansonsten gibt es schon mal klebrige Paella und Sangría. Nämlich dort, wo die Speisekarte auf Deutsch aufgeführt ist: mehr

Küche Asturiens

Apfelkuchen, Fisch mit Sidre, leckere Suppen. Die nordspanische Region kocht gut und hat auch sehr gute Küche, darunter Cocinero Manzano. Die Region ist reich an Apfelplantagen, in den Bergen der Picos de Europa grasen Kühe und das Meer gibt auch einiges her:

Die beste Art, Essen zu gehen, ist übrigens in den Altstädten von Oviedo und der eher unbekannten Metropole Gijón. Dort sind die Sidrerías so urig wie gut gefüllt: mehr

 

Baskische Küche

Baskische Köche sind die Stars am Herd, ihre Rezepte sehr gefragt. Und während rund um San Sebastián die meisten Sterneköche Spaniens leben, gibt es im Hinterland auch schöne Tavernen. Vor kurzem waren wir in Eibar, einem kleinen Nest, dessen Fußballmanschaft in der 1. Liga spielt. Steil in eine Schlucht gebaut ist die Kleinstadt, es gibt sogar Open-Air-Rolltreppen. Und die Tavernen sind günstiger als in den großenn Metropolen Bilbao, Vitoria und San Sebastián: mehr

 

 

Küche der Extremadura

Schafskäse, Oliven, Lammfleisch: Die spanische Region Extremadura westlich von Madrid bietet Vielfalt. Dabei muss man nicht umbedingt nur in Cáceres essen, in Trujillo oder Mérida. Auch in der Grenzstadt Badajoz gibt es super Restaurants. Dort an der Plaza Alta macht es besonders Spaß, vor allem Fleischesser kommen auf ihre Kosten wegen der Ibérico-Koteletts: Berühmt ist die Extremadura aber auch für ihre sehr guten Schafkäse, die teils nahezu flüssig sind: mehr

 

Küche von Ibiza

Mittelmeerküche vom Feinsten. Ibiza hat kulinarisch viel zu bieten, vom Fischeintopf bis zur Reispfanne. Nur auf Meeresfrüchte ist die Insel nicht spezialisiert. Das Mittelmeer ist ja auch ziemlich leergefischt. Auf Langusten und Seeteufel muss aber keiner Verzichten. Die werden von den Galciiern geliefert: mehr

 

Küche Madrids

Ein Überblick mit vielen Rezepten aus Spaniens Hauptstadt. Vom Eintopf Cocido bis zum Fischgericht Merluza auf Madrider Art. Madrid liegt weit weg vom Meer, doch die Transporter bringen auch Fisch vom Atlantik schnell her. Und so ist Madrid ein Spiegelbild der Kochkunst von ganz Spanien mehr

Kochkurs in Madrid

Bei Maki einen Kochkurs in Madrid belegen, das ist besser als Essen im Restaurant. Wir haben einmal ausprobiert, wie unter Anleitung das Kochen funktioniert. Baskisch gekocht, und dabei gelernt, wie die Profis das machen: mehr

Küche der Mancha

Die Mancha südlich von Madrid ist vor allem bekannt durch den Anbau von Safran. Doch es gibt noch viele andere Highlights. Ob Pisto Manchego oder leckere Champignons. Ein Überblick mit Rezepten: mehr

Küche von Murcia

Spaniens Mittelmeerregion hat schöne Rezepte zum Nachkochen. Auch wenn Murcia nahe an den touristischen Hochburgen liegt, ist sie kaum bekannt. Doch die Kochkunst ist beachtlich, ähnlich wie Andalusien geprägt durch die Mauren: mehr

Spaniens Spitzenköche

Spaniens hat Spitzenköche überall im Land verteilt. Stars sind Basken und Katalanen. Und auch Nacho (hier im Bild) hat großen Erfolg. Er hat ein Restaurant in Pontevedra und inzwischen auch in Madrid. Und weil er seit Jahren ein Freund von uns ist, sind wir mit ihm oft in Nordwestspanien unterwegs: mehr

 

 

Kulinaria kurios

oder: was Fußball mit Cava-Sekt zu tun hat

 

Wer als Reiseautor und Journalist durch Spanien zieht, erlebt eine Menge: kulinarische Feste, bei denen in einem riesigen Kochtopf schon mal 450 Hühner verarbeitet werden, abendliche Erlebnisse in einer Tapabar, in der es so ziemlich alles von Anchovis über Sardellen bis zu Schwertmuscheln gibt, und dann natürlich das ein oder andere Presse-Essen, bei dem Molekularküche oberstes Gebot ist: Kochen mit Stickstoff, am besten zubereitet von Küchenchefs wie Paco Roncero ...

 

Cava und Kölle: geht doch!

 

Doch dann kam ein Erlebnis ganz unerwarteter Art. Ich bin ja ein Kölner Jung, Imi zwar, aber Fan vom FC. Und spiele selbst mal ganz gern in Köln-Nippes auf dem Platz hinter der ehemaligen Gummifabrik. Ab und zu spielt dort auch Olaf. Mehrmals hatten wir schon auf dem Platz gestanden, mal in der selben Mannschaft, dann wieder nicht. Beim Kicken ist völlig egal, was Du so machst im Job, und so hat es sehr lange gedauert, bis wir es herausbekamen: während ich über Spanien schreibe, vertreibt der Mann (guter Fußballer übrigens) Cava-Sekt. Nicht irgendeinen, sondern den aus Barcelonas Kultbar Can Paixano. Eine Bar hat er mit seinem Partner am Kölner Barbarossaplatz und außerdem bieten sie den prickelnden Schaumwein zu Preisen an, dass Aldi nach Hause gehen kann.

zm