Die Küche von Murcia

Murcia ist für Spanier das grüne Juwel der Levante, für Deutsche eine Unbekannte. Kaum jemand kennt bei uns die Region und die gleichnamige Stadt, doch Kulinarisch hat sie einiges zu bieten: tolle Zutaten und Rezepte der spanischen Mittelmeerküche.

Wie ein kleines grünes Juwel schmiegt sich die Region Murcia mit ihrer Costa Cálida im Südosten Spaniens zwischen Andalusien und Valencia. Dank subtropischem Mittelmeerklima und cleverer Bewässerungssysteme ist Murcias Küche reich an Vitaminen. Die Region ist der Obst- und Gemüsegarten Spaniens (und halb Europas), und den Weinanbau betrieben hier schon die Römer. Auf maurischen Einfluss wiederum geht zurück, dass die Murcianer auch Süßes sehr mögen ...

Pralle Königin: die Tomate von Murcia

Unter den Obst und Gemüsesorten vor Ort ist die Tomate die Königin. Woanders heißen sie Paradiesapfel, die Spanier übernahmen einfach den aztekischen Namen (xi)tomatl. Die Tomate liebt das murcianische Klima mit viel Sonne auf gut durchfeuchtetem Boden. Dafür lieben die Murcianer die Tomate. Und kennen dafür mehr Rezepte als die Welt Kosenamen für die prallen Früchte aus der Familie der Nachtschattengewächse.

Tolle Körner

Murcia profitiert bis heute von seinem römischen und maurischen Erbe. Die Römer begannen mit dem Anbau von Getreide, Oliven und Feigen auf dem fruchtbaren Boden von Murcia und schufen dafür eigens Bewässerungsanlagen. Als die Mauren das Zepter übernahmen, perfektionierten sie das vorhandene System und leiteten das Wasser auch bis auf höher gelegene, bis dahin unbewässerte, Trockenäcker. Zudem etablierten sie Auberginen, Zitrusfrüchte, Mandeln und Reis. Mehr als tausend Jahre später wachsen im Überschwemmungsgebiet des Río Segura, in der Gegend um Calasparra, zwei ganz besondere Rundkorn-Reissorten mit den klangvollen Namen Bomba und Balilla X Sollana.

Wein seit Menschengedenken

Murcia und die Monastrell-Traube gehören zusammen wie Feuer und Flamme. Mehrere archäologische Funde sprechen dafür, dass im Gebiet von Murcia schon in der Jungsteinzeit Wein angebaut und gekeltert wurde. Seit den Zeiten der Römer, die den Grundstock für Weinanbau im großen Stil hier legten, hat sich viel getan. Einige murcianische Bodegas haben es heute durch die geschickte Kombination von langer Erfahrung und neuer Technologie geschafft, sich einen Platz in der Riege der Spitzenweinerzeuger zu sichern.

 

Teil 2: Typisch Murcia, Ein Wort zum Fisch

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