Paella Originalrezept: step by step nach spanischer Art

Die spanische Reispfanne gilt als Nationalgericht und ist es auch. Im ganzen Land bereiten die Bewohner sie etwas anders zu. Selbst in fast jeder Küche des Landes gibt es da noch einen Geheimtipp. Mal mit Schoten, dann wieder mit Seeteufel, andere geben gerne Kaninchenfleisch mit hinein. Die klassische Paella besteht aus Meeresfrüchten und Fleisch sowie Reis als Grundlage.

Valencia am spanischen Mittelmeer ist allerdings die Hochburg der Paella. Und kurioserweise dort leben auch die Fundamentalisten der Reispfanne. Inzwischen gibt es sogar das Onlineportal wikipaella, und das Glaubensgebot dort lautet: Kaninchenfleisch ja, Reis, Tomaten und Safran sowieso, doch Knoblauch ist wenig erwünscht und Fisch sowie Erbsen schlicht tabu. Von Andalusien bis zum Baskenland haben die Spanier sehr über die Webseite gelacht. Und auch die Galicier, die in ihre Paella selbstverständlich auch Pulpo geben. Wir haben diese Idee aus Nordwestspanien mit aufgegriffen, und ansonsten das klassische Rezept für Sie zubereitet.Wichtig für die Reispfanne ist natürlich die Paellera. Spezialläden wie Anduronda in Köln verkaufen sie auch bei uns. In Spanien gibt es sie in vielen Größen fast überall. Wie groß sie sein sollte? Paellera für zwei Personen: 24 cm DurchmesserPaellera für sechs Personen: 34 cm DurchmesserUnd noch etwas unterscheidet die spanische Küche von unserer: Spanier kochen die Paella auschließlich auf dem Gasherd, denn so lässt sich die Hitze viel besser und schneller regulieren.

Zutaten für 6 Personen

In eine Paellapfanne für sechs Personen kommen:

1 Pulpo (Seekrake) tiefgekühlt
18 große Garnelen mit Schale
400g Miesmuscheln mit Schale
300g Hähnchen- oder Putenbrust
300g Lachs, Seelachs oder Kabeljau
1 rote Paprikaschote
1 grüne Paprikaschote
100g Erbsen (TK oder frisch)
50g Kaiserschoten
3 große Tassen Paellareis (Risottoreis)
6 große Tassen Wasser
1 große Knoblauchzehe
Paella-Gewürz (Safran, 1 TL Kurkuma und 1 TL süßes Paprikapulver)
Salz und Pfeffer
2 unbehandelte Zitronen
Meersalz
Lorbeerblatt
Olivenöl

 

Zubereitung step by step: den Anfang macht die Krake

Reichlich Wasser mit groben Meersalz und einem Lorbeerblatt zum Kochen bringen. Pulpo tiefgekühlt hineingeben und eine Stunde weich kochen. Abtropfen lassen und kleinschneiden. Dabei den Kopf mit den Kauwerkzeugen entfernen. Beiseite stellen. Den Sud aufbewahren. Der gibt der Paella einen noch besseren Geschmack.

 

Zutaten vorbereiten

Hähnchen und Fisch in etwa 2 cm große Würfel schneiden. Paprika klein schneiden. Kaiserschoten halbieren. Knoblauch grob hacken. Paellagewürz in Wasser einer Menge von fünf großen Tassen anrühren. Pulpo-Sud in einer großen Tasse anrühren. Dadurch bekommen Sie genau doppelt so viel Wasser wie Reis, der darin als Grundlage der Paella gart.

 

 

Spanien, der Stier und ich

Fleisch in einer Paella-Pfanne anbraten

Etwas Olivenöl in die Reispfanne geben und das Fleisch darin kurz scharf anbraten. Hühnerfleisch ist üblich, doch viele Spanier nehmen, was sie gerade im Kühlschrank vorfinden, also auch gewürfeltes Rindfleisch. Ohnehin ist die Reispfanne traditionell eine Art Resteverwertungsessen. Es kommt hinein, was gerade da ist oder nicht mehr lange hält.

Reis zugeben und glasig dünsten

Bevor die Flüssigkeit in die Pfanne kommt, den Reis auf kleiner Flamme kurz andünsten und dabei wenden, damit er nicht anbrennt.

Mit gewüzten Pulpo-Fond ablöschen

Jetzt kommt die Flüssigkeit dran. Fischfond, Safran und gerne auch etwas Wasser vom Pulpo-Kochen peppen den Geschmack der Reispfanne ordentlich auf.

Paprikawürfel und Erbsen zur Paella geben

Paprika sollte gewürfelt frisch sein, doch die Erbsen können noch tiefgekühlt sein. Es bleibt ja noch genug Kochzeit, damit sie garen. Natürlich ist auch anderes Gemüse möglich, je nach Gusto.

Paella sanft garen

15 bis 20 Minuten bei geringer Hitze köcheln lasssen bis der Reis gar ist. Nach Bedarf Seekrakenfond oder Wasser nachgießen, damit die Paella nicht anbrennt.

 

Kaiserschoten zur Paella geben

Anders als die Erbsen brauchen die Kaiserschoten sehr kurze Zeit, bis sie gar und gut sind. Deshalb erst jetzt dazugeben.

Meeresfrüchte kurz mitgaren

Garnelen und gesäuberte Miesmuscheln auf die Paella legen und etwa 3 Minuten garen lassen.Wer möchte, nimmt noch andere leckere Meeresfrüchte aus Spanien.

 

Paella nachziehen lassen

Von der heißen Herdplatte ziehen oder Gas abstellen und 5 Minuten nachziehen lassen. Zitronen längst vierteln und auf der Paella verteilen. So wärmen sie mit durch und geben anschließend mehr Saft ab.

 

Ab auf den Tisch mit der Paella

In der Paellapfanne servieren. Dazu passt ein trockener Weißwein. Spanier selbst bevorzugen einen leichten galicischen Ribeiro, andere wiederum einen schweren roten Rioja. Hier zur Überblick über Spaniens Weine.

 

Paella restlos wegputzen

Jeder Gast würzt nach Belieben selber mit Zitronensaft. Paella anschließend bis auf das letzte Reiskorn verputzen.

 

zm