Referat zu Spanien

Was ihr für ein Referat über Spanien so alles wissen solltet. Und es so erzählen könnt, dass alle ganz neugierig werden und nicht mehr glauben: Spanien, das ist nur Stierkampf, Flamenco und Sangría. Sondern auch Eselrennen, Dudelsack und Chupa Chups.

Fangen wir an mit der Geografie. Wusstet ihr, dass der höchste Berg Spaniens eigentlich zu Afrika gehört? Die Leute auf La Gomera sich mit Pfiffen unterhalten? Ein Lehrer das letzte Opfer der gruseligen spanischen Inquisition war? Die Bewohner Madrids Katzen heißen?

Lest mal rein. Ganz spannende Infos zu Spanien haben wir für Euch verlinkt. Dann könnt ihr weitere Themen zu Spanien einfach nachlesen.

Und noch ein Tipp: Mitmachen beim Spanienquiz zu einem jungen Mädchen, das sich plötzlich in den Wirren des Bürgerkriegs wiederfindet: Cae la noche en Belchite

Spanisches Festland

Spanien liegt mit Portugal auf der Iberischen Halbinsel. Und die hat die Form einer ausgelegten Rinderhaut. Madrid ist die Hauptstadt Spaniens (3 Mio Einwohner). Die Bewohner heißen Gatos, Katzen, weil sie angeblich nie schlafen.

Manche Discotheken machen da erst um 5 Uhr morgens auf. Ähnlich große Metropolen sind Barcelona, die Stadt des Jugendstils sowie Valencia, wo die Paellapfannen herkommen.

Und etwas kleiner sind all die anderen Städte, darunter die Pilgerstadt Santiago de Compostela, die alte Römerhochburg Mérida und auch die Flamenco-Hochburg Sevilla. Nach der heißt sogar ein südspanischer Tanz "Sevillana".

Spanien hat sogar Städte in Afrika

Dazu kommen die Städte Ceuta und Melilla in Marokko. Als das nordafrikanische Land 1956 unabhängig wurde, haben die Spanier die beiden Städte einfach behalten.

Aber auch Spanien ist zu einem kleinen Teil belagert. Die Briten gaben Gibraltar einfach nicht an Spanien zurück. Und das schon seit 1704. Aber im Jahr 2025 haben sich die Politiker aus Madrid und London geeinigt: Gibraltar ist nun für alle da. Zum Besuch braucht man einen einfachen Kinderpass.

Doch die Belagerung bleibt: Auf Gibraltar leben ganz viele Affen. Und die klauen den Gästen schon mal das Baguette aus der Hand. Die Handtasche auch.

Superlative in Madrid

Krass: Madrid ist 667 Meter hoch und damit die höchste Hauptstadt Europas. Noch mehr Zahlen? Madrid ist extrem jung in Vergleich zu Rom und Paris. Erst seit 1561 ist sie Hauptstadt. Und sie hat als erste im Land eine Metro bekommen. Das war 1919.

Und weil sich die Bauarbeiter an der älteren Metro in London orientiert haben, hat die Madrider Metro sogar Linksverkehr.

Damals ist Hochwürden, der König Alfons, in den Schacht gegangen und hat ein Foto von sich und der ersten Metro machen lassen. Das kuriose Bild seht ihr hier: Eröffnung der Metro in Madrid.

172,50 Meter: die höchste Kirche der Welt

Seit 2026 ist die Sagrada Familia in Barcelona die höchste Kirche der Welt. Bislang hatte sie eine Höhe von 162,91 Metern, doch im Jahr 2026 ist der höchste Turm fertig geworden.

Mit 172,50 Metern ist sie sogar höher als die Kirche in Ulm und der Kölner Dom: zum Artikel

A propos Barcelona: Die Stadt in Katalonien ist 2026 Welthaupstadt der Architektur. Auch ein Detail für Euer Referat, oder?

Ach ja: Den Titel Welthauptstadt der Architektur vergibt die Organisation der Vereinten Nationen (UNESCO) mit der Internationalen Union der Architekten (UIA).

Frau ohne Hut

Sinsombreras hießen ab 1927 die rebellischen Frauen in Spanien, darunter Maruja Mallo. Diese "Hutlosen" protestierten hutlos gegen die prüden Gesetze von Staat und Kirche und gehörten zu einer coolen Truppe: Ganz junge Leute, die sich später zu den besten Künstlern Spaniens entwickelten.

Und leider fast alle das Land verlassen mussten, weil da so ein Diktator namens Francisco Franco an der Macht war und die sonst alle als sogenannte gottlose Linke in den Knast befördert hätte: Generación 27

Spanische Inseln

Es gibt die Balearen und die Kanaren. Die Balearen bestehen aus Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera sowie ganz kleiner weiterer Inseln. Sie liegen im Mittelmeer. Mallorca haben sie früher die Putzfraueninsel genannt, weil der Urlaub so billig war.

1962 kamen 1 Mio Touristen, heute sind es angeblich 10 Mio, aber das ist nur geschätzt. Auch Ibiza ist gut besucht, und das kleine Formentera so beliebt, dass die jetzt eine Touristensteuer einführen wollen, damit weniger kommen. Das soll die Natur schützen.

Menorca wiederum kennt bei uns fast keiner. Diktator Franco hat damals dort keine Hotels bauen lassen. Die Anwohner waren ihm zu rebellisch.

Bis heute gibt es wenig Besucher, dafür hat die Insel eine große Gin-Fabrik (die Engländer waren mal da) und eine eigene Pferderasse: Die pechschwarzen Menorquiner.

Die Kanarischen Inseln wiederum liegen ziemlich nah an Afrika und dafür über 1000 km vom spanischen Festland entfernt. Teneriffa, La Gomera, Fuerteventura kennt so ziemlich jeder. Aber wirklich cool ist eine Wanderung durch die Lavagebiete von Lanzarote. Eine Trekking-Tour mit Sandra macht dort richtig Spaß. Sie spricht toll Deutsch und weiß ganz viel über Steine.

Gespenster in der Höhle?

In Nordspanien gibt es eine kuriose Tropfsteinhöhle. Die haben die Spanier vor 100 Jahren in einem Bergwerk entdeckt. Da gibt es von der Decke hängende Stalaktiten und vom Boden sich aufrichtende Stalagmiten, auch wenn man die beiden Begriffe nur nicht verwechselt, wenn man bei Titen noch an etwas anderes denkt.

Die Tropfsteinhöhle in Kantabrien heißt El Sopleo. Und als ich da drinnen war, hab ich fotografiert und mich bei diesen beiden Bildern schon etwas gewundert. Oder auch nicht. Denn einer der Räume heißt Los Fantasmas, also Die Gespenster

Die berühmtesten Höhlen Spaniens

El Soplao ist nicht sehr bekannt. Die berühmteste Höhle Spaniens heißt Altamira. Sie liegt auch in Kantabrien und es gibt einen kompletten Nachbau nebenan, damit die Besucher durch ihr Atmen das Original nicht beschädigen. 

Und dann gibt es noch eine Höhle mit dem irren Namen Zugarramurdi, die liegt in Navarra. Da sollen früher Hexen gelebt haben. Deshalb gibt es dort ein Hexenmuseum und einen Film gibt es auch. "Die Hexen von Zugarramurdi". Regisseur war Alex de la Iglesia. Ausgerechnet Iglesia. Iglesia ist das spanische Wort für Kirche.

Hund statt Kanarienvogel

Die Kanaren sind ganz weit entfernt vom spanischen Festland. Sie liegen 1800 km südlich nahe der Südspitze Marokkos. Die Spanier haben die Inseln Teneriffa, Lanzarote, Fuerteventura, Gran Canaria, La Palma, Gomera und El Hierro im 15. Jahrhundert erobert.

Vor allem Gomera ist klasse. Da gibt es einen sehr großen Lorbeerwald, wenig Strände und kaum ebene Flächen.

Deshalb haben die Bewohner El Silbo einfgeführt. Eine Pfeiffsprache. So konnten sie früher besser Signale senden, als es das Handy noch nicht gab. Übrigens: Auf Teneriffa liegt der höchste Berg Spaniens: Der Teide. Er ist 3718 Meter hoch. Unsere Zugspitze in den Alpen kommt auf 2962 Meter.

Wenn Euch der Name Kanarische Inseln an Kanarienvögel erinnert: Es gibt sie dort wirklich. Doch der Name kommt von einem anderen Tier: vom Hund (canis auf Latein). 

Was ist der längste Fluss Spaniens?

Es ist nicht der Tajo mit 1007 km Länge. Auch wenn ihr das sehr oft auf Onlineportalen lest. Denn der mündet im Atlantik in Lissabon und ist somit ein spanisch-portugiesischer Fluss. Damit ist er nicht der längste Fluss Spaniens, sondern der gesamten Iberischen Halbinsel.

Der längste Fluss auf rein spanischem Gebiet ist der Ebro, der anders als der Tajo nach Osten fließt und im Mittelmeer mündet. Er ist 907 km lang.

Wusstet ihr das?

Schmachtsänger Julio Iglesias wollte Torwart bei Real Madrid werden. Die Chancen standen nicht schlecht. Doch dann hat er sich bei einem Verkehrsunfall einen Wirbel gebrochen und vom Arzt eine Gitarre bekommen. Seither bringt er einen Schlager nach dem anderen. Sein Sohn Enrique wollte nie zum Fußball. Der hat sofort losgesungen.

Die Spanier

Die Basken haben einen rätselhaften Ursprung. Die Andalusier haben ganz viel von den Mauren gelernt. Und die meisten Katalanen wollen gar keine Spanier sein. Und dann haben wir noch die Kastilier in Zentralspanien. Kastilien kommt von Castillo (Burg). Und Burgen gibt es ganz viele dort. Klingt kompliziert? Fangen wir mal mit dem Grundsätzlichen an:

Wusstet ihr das?

Ein spanischer Schneider ist der reichste Mann Spaniens und war vor ein paar Jahren sogar der reichste Mann der Welt : Amanco Ortega. Den kennt ihr vielleicht wegen der Modemarke Zara.

Früher hat er in A Coruña Hemden ausgetragen. Und dann die Firma Inditex aufgebaut. Wieviel Geld hat er? Angeblich über 70 Millarden Euro (Quelle Forbes). Und damit gehört er auch heute noch zu den fünf reichsten Männern.

Ein Land, vier Sprachen, eine Weltsprache

Spanier haben viele regionale Dialekte. Daneben sind aber auch vier Sprachen anerkannt. Neben der Landessprache Kastilisch gibt es Katalanisch, Baskisch und Galicisch. Jeder im Land kann das eigentliche Spanisch. Doch einige wollen es gar nicht sprechen.

Die Katalanen haben den Barbesitzern verboten, kastilische Namen wie El Puerto oder La Cerveca zu nutzen. Die Galicier sagen statt gracias lieber graciñas. Und die Basken sagen eskerrik asko, wenn sie sich bedanken.

Eigentlich ist Spanisch Vulgärlatein, gesprochen von den römischen Soldaten, die einst das Land besetzten. Daraus hat sich eine echte Weltsprache entwickelt.

Auf der ganzen Welt sprechen inzwischen 600 Millionen Menschen Castellano, also Spanisch, die meisten in Mexiko (150 Millionen Einwohner, Spanien nur 50 Millionen). Aber alle etwas anders. Die Chilenen sagen zum Bus nicht Autobús sondern Guagua.

Und weil Sprache so wichtig ist, haben die Spanier sogar einen Weg der Spanischen Sprache

Gab es eigentlich einmal einen spanischen Papst?

Im April 2025 machte der Tod von Papst Franziskus in Rom Schlagzeilen. Da hat sich unsere Redaktion gefragt: Gab es eigentlich auch mal einen spanischen Papst? Schließlich gilt das Land ja als sehr katholisch.

Und wir haben festgestellt: Ja, es gab einen, er kam aus Valencia: Zur Geschichte von Papst Alexander VI

Hans, der Weltumsegler

Ob das Euer Geschichtslehrer weiß? 1519 ist Magellan aufgebrochen zu seiner Weltumseglung. Nach ihm ist die Magellanstraße bekannt. Auf einem seiner Schiffe, der Victoria, war der Matrose Hans aus Aachen dabei. Viele sind damals bei der irren Fahrt gestorben. Doch der Mann aus Aachen kam lebendig wieder an Land: Hans im Glück.

Die Gedenktafel führt ihn auf. Sie steht im spanischen Baskenland in dem Ort Zumaia.

Stiere, Bären und der Luchs

Spanien ist das Land der Stiere? Ja klar, und der Stierkampf für viele ein rotes Tuch. Spaniens Tierwelt ist auch sonst sehr bunt, von der Eidechse bis zum Esel, von der Seekrake bis zum Igel. Es gibt unheimlich viele Merino-Schafe, deren Fell wichtig für die Modeindustrie ist.

Bärenstark

Und es gibt ganz wenige Bären und Luchse in freier Wildbahn. Doch für beide Tiere gibt es Hoffnung: Denn Tierschützer kämpfen mutig für ihren Erhalt: Unsere Mitarbeiterin Alina hat sich das mal genau angeguckt. Hier ihre tollen Beiträge über Bären in Asturien und Pardelluchse in Andalusien.

Ihr braucht für euer Spanien-Referat Fotos von der spanischen Tierwelt? Dann schreibt uns einfach an tb(a)redaktion-koeln.de

Dinos, schwerer als ein Schulbus

Bereits vor 150 Millionen Jahre haben in Spanien Dinosaurier gelebt, kein Scherz. Die Küste zwischen den beiden nordspanischen Orten Gijón und Ribadesella nennen die Spanier sogar Dinosaurierküste.

Erst 2024 haben Forscher in Spanien sogar sogenannte Langhals-Dinosaurier entdeckt. Allerdings nicht in Asturien sondern in der Provinz Cuenca im Zentrum Spaniens. Die Pflanzenfresser lebten dort vor 75 Millionen Jahren und waren etwas schwerer als ein großer Schulbus: 15 Tonnen.

 

Wusstet ihr das?

Ein Lehrer war das letzte Opfer der berüchtigten spanischen Inquisition. Er hieß Cayetano Ripoll, lehrte aus den Augen der Kirchenoberen ganz böse Sachen und starb deshalb 1826. Auf dem Scheiterhaufen verbrannten sie ihn: zur Inquisition

Spaniens Regenten und Politiker

Spanien ist eine parlamentarische Monarchie. Heißt: König Felipe ist das Staatsoberhaupt und auch Chef des spanischen Militärs. In Wirklichkeit hat er aber ähnlich wenig Macht wie unser Bundespräsident.

Das Parlament Cortes Generales ähnelt dem deutschen sehr. Es gibt eine Art Bundestag (Congreso) für Regierung und Opposition sowie eine Art Bundesrat (Senado) für die politischen Vertreter der 17 Regionen. Inzwischen hat das Land fünf wichtige Parteien.

Neben der Volkspartei Partido Popular und den Sozialisten der PSOE haben sich drei neue Parteien fest etabliert. Seit 2019 neu vertreten ist eine Partei, die zwar heißt wie ein TV-Sender, aber sehr weit rechts steht: VOX. Das heißt so viel wie Stimme. Diese Partei hat es erstmals seit Francos Tod 1975 geschafft, mit rechtsnationaler Ausrichtung ins Madrider Parlament gewählt zu werden.

Übrigens: Im September 2020 hat die linke Regierung in Madrid ein Gesetz auf den Weg gebracht, das u.a. das Tragen von Franco-Flaggen unter Strafe stellt.

Pedro und der Riese

Nun zu den zwei anderen Parteien, die neu im Parlament sind. Eine heißt Bürger (Ciudadanos, Bürger) und gilt als liberal. Die andere ist kurioser. Sie heißt Wir Können (Podemos) und hat sich aus den Jugendprotesten in Spanien gegen die hohe Arbeitslosigkeit entwickelt.

Und seit 2020 gibt es in Spanien erstmals eine Koalition aus zwei Parteien, was bei uns ganz üblich ist. Derzeit heißt der Regierungschef Pedro Sánchez von der linken PSOE, ein ziemlich guter Basketballspieler. Sein Koalitionspartner ist Podemos.

Auch 2025 ist Sánchez immer noch Chef der Regierung Spaniens. Er ist also erfolgreicher als der Vorgänger von Friedrich Merz. Mehr zur spanischen Politik

Übrigens: Der spanische König ist garantiert größer als euer Lehrer: Er ist 1.97 Meter hoch.

Spaniens beste Maler

Zu den berühmtesten spanischen Malerin gehören Dalí, Picasso, Miró, Velázquez und vor allem einer. Der sagenhafte Francisco de Goya (1746-1828).

Der Mann aus dem nordspanischen Aragón hat erst Vorlagen für Wandteppiche und Königsporträts gemalt, doch dann legte er richtig los. Die Kirche malte er in Form eines Esels und seine Horrorbilder sind selbst für Lehrer ziemlich derb. Zum Goya-Porträt

Wusstet ihr das?

Wisst ihr, was in der nächsten Schulprüfung ansteht? Eure Lehrer nutzen ganz gern mal die Bücher von Klett für die Vorbereitung von Klausuren.

Einer der Bände heißt Palabras en Contexto (Worte im Zusammenhang) und ist vor einigen Jahren erschienen. Darin findet ihr auch einer unserer Artikel über Waldbrände in Spanien.

Feurig sind die Spanier ja ohnehin, oder? Aber das ist sicher ein Klischee. Feuer jedenfalls hat im August 2025 ausgerechnet die Region Galicien gemacht. Dort in Nordwestspanien gibt es am meisten Regen landesweit. Aber eben auch die meisten Waldbrände im Sommer. 

Damals kamen Feuerwehrleute auch aus Deutschland nach Spanien, und halfen, die Flammen in den Griff zu bekommen. Dass es so furchtbar brennt, sagen Fachleute, hat mit der Klimaerwärmung zu tun. Wahr ist aber auch: Viele legen absichtlich Feuer. Um an Bauland für neue Häuser zu kommen.

Fisch statt Fischstäbchen

Spaniens Wirtschaft steht gar nicht so schlecht da, wie viele sagen. Das Land ist bei der Windenergie weit vorne, exportiert viel Gemüse und ist vor allem der größte Zuchtfischproduzent Europas. Allein Aquanaria produziert 3000 Tonnen Wolfsbarsch pro Jahr.

Die Weltgesundheitsorganisation FAO hat herausgefunden: Jeder auf der Welt isst im Durchschnitt 2,2 Kilo Fisch im Jahr. Wobei die Spanier lieber ganzen Fisch essen. Auf Fischstäbchen stehen sie nicht so sehr. Hier geht es zur Frage: Was ist besser für uns und unsere Umwelt? Fischen oder Fischzucht?

Cabrales, Chipirones, Cerveza

Spanier essen gerne. Und sehr spät im Vergleich zu uns. Mittags ab 14 Uhr, abends ab 21 Uhr. Landesweit ist Paella beliebt, in Andalusien schwören sie im Sommer auf kalte Gemüseschalen wie Gazpacho und Salmorejo.

Die Katalanen essen gerne Fuet-Würste und Chipirones zu einem Glas Cava. Die Basken haben die besten Köche des Landes und ihre Stadt San Sebastián die meisten Michelin-Restaurants.

Spezialitäten sind nicht nur Sangría, Manchego-Schafskäse und Cerveza-Mahou (Bier aus Madrid):

Blauschimmelkäse und grüne Sauce

Die Spanier selbst lieben beispielsweise den Blauschimmelkäse Cabrales, halten Seehecht in grüner Soße für ein Top-Gericht und gönnen sich bei Festen und Hochzeiten die ganz große Platte: Die Meeresfrüchteplatte.

Darauf finden sich die besten und frischsten Krustentiere des Landes. Und die kommen aus Südgalicien überhalb von Portugal. Langusten, Kaisergranat, Entenmuscheln und natürlich Hummer.

Wusstet ihr das?

Cervantes hat das berühmteste Buch des Landes geschrieben: Don Quijote. Die Parodie auf Rittersagen der damaligen Zeit hat der Mann im Knast verfasst. Er hat eine Strafe abgesessen wegen Steuerhinterziehung. Und sein Leben ist so spannend wie der Roman selbst: zum Cervantes-Porträt

Der Autor

Tobias Büscher ist Spanienfan. Er geht gerne mit Freunden in Pulperías (Seekraken-Tavernen) und kann immer noch nicht akzentfrei sprechen. Früher hat er mal in Madrid studiert. Heute lebt der Kölner im tiefen Schwarzwald. Ungefähr da, wo Räuber Hotzenplotz herkommt. Und lädt bei Festen seine Freunde zu einer XXL-Paella ein, statt mit der Pfefferpistole rumzuballern.

Bücher vom Autor

Folgende Bücher sind bei uns in der Redaktion entstanden: Madrid bei Reise-Know-How, Galicien & Jakobsweg sowie der Bildatlas Nordspanien bei DuMont. Leiht sie euch besser in einer Bibliothek aus, statt bei amazon zu bestellen, vor allem das Galicien-Buch ist ganz schön teuer.

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