Frau blickt auf Cies Inseln in Nordwestspanien
Islas Atlánticas: Nationalpark in Nordwestspanien, tb

Nationalparks in Spanien

Berge und Seen, Meeresgründe, Strände und Wälder, Vulkane, Lava und Mare. Spaniens Nationalparks sind sehr unterschiedlich. Einige gehören wegen ihrer einzigartigen Natur zum Welterbe der UNESCO. Gemeinsam sind ihnen ihre atemberaubenden Landschaften.

 

von Anne Urbschat

Nationalparks sind Naturschutzgebiete mit besonders schützenswerten Naturvorkommen. Kaum vom Menschen beeinflusst, konnten hier einzigartige Naturwelten bestehen und viele seltene Arten überleben. Durch den Nationalparkstatus schützt der Staat diese Gebiete besonders streng. Feuer machen und vor allem Bauen oder Anpflanzen ist streng untersagt. Nationalparks sind unter den Schutzgebieten also die wichtigsten. Naturparks und Biosphärenreservate sind meist größer und schließen auch Gemeinden und Städte mit ein.

Zwei Mönchsgeier in Spanien
Mönchsgeier im Nationalpark

0,7 Prozent unter echtem Schutz

In Spanien sind bisher 15 Gebiete zu Nationalparks erklärt worden, die ersten bereits 1918, der bisher letzte 2013. Sie bedecken etwa 3600 km2, Meeresflächen nicht mitgerechnet. Das entspricht rund 0,7 Prozent der Fläche Spaniens. Deutschlands 14 Nationalparks dagegen bedecken eine Fläche von etwa 2050 km2, ebenfalls ohne die  8350 km2  Meeresfläche. Das wären etwa 0,57 Prozent der Landesfläche.

Verwaltung der Parques Nacionales

Die über das ganze Land und verschiedene Inselgruppen verteilten Parks sind zu einem Netzwerk zusammengeschlossen. Die OAPN (Organismo Autónomo Parques Nacionales) ist eine dem spanischen Umweltministerium unterstellte Organisation, die dieses Netzwerk koordiniert und nach außen repräsentiert. Sie unterstützt und organisiert Maßnahmen auf den Gebieten des Arterhalts, der Umweltbildung sowie der Verbreitung von Wissen durch Forschungsprogramme und – auch internationalen – Informationsaustausch.


Weitwinkelaufnahme von der Extremadura in Spanien
Monfragüe: Nationalpark in der spanischen Extremadura, tb

Tipps für Besucher der Nationalparks

Wandern, Radfahren, Angeln, Abenteuersport und sogar Skifahren: Trotz staatlichem Schutz steht Besuchern eine Reihe von Aktivitäten in manchen der Parks offen. Die Nationalparks haben ihre eigenen Regeln und Routen. Detaillierte Informationen zu jedem Nationalpark, seinen Zugangsbestimmungen und Besonderheiten finden Sie auf der offiziellen Seite des Ministeriums. Deutschsprachige Übersichten bietet Turespaña. Möchten Sie sich auch weltweit über Schutzgebiete jeglicher Art informieren, bietet protectedplanet eine anschauliche Einführung.

Volunteering in Schutzgebieten

Freiwilligenarbeit bietet die einmalige Gelegenheit, diese geschützten Bereiche in verschiedenen Projekten kennenzulernen. Die OAPN bzw. zusammenarbeitende Organisationen vermitteln Plätze . Die Teilnahme ist kostenfrei, mit Ausnahme der Reisekosten. Einzige Teilnahmevoraussetzung ist Volljährigkeit. Die Parks legen die Tätigkeiten individuell gemäß dem aktuellen Bedarf im Schutzgebiet fest.


Wanderer im Schutzgebiet Aigüestortes
Schutzpark Aigüestortes in Katalonien, Ostspanien

Spaniens 15 Nationalparks im Kurzporträt

Insgesamt 15 Nationalparks gibt es in Spanien. Ob in den Pyrenäen, im Kantabrischen Gebirge, in Süd- oder Zentralspanien, oder auch auf den Kanaren, im Mittelmeer oder im Atlantik - alle haben sie ihre Besonderheiten. Hier die Parques Nacionales auf einen Blick, mit Informationen zu Tierarten und Geografie.

Nationalparks in den Spanischen Pyrenäen

Bär im Gebirge Spaniens
Oso Pardo, Braunbär in Nordspanien

Aigüestortes y Estany de Sant Maurici

Lage: Katalanische Pyrenäen, Provinz Lleida.
NP-Status seit: 1955
Größe: 141 km2
 
Der Name Aigüestortes bedeutet so viel wie „gewundene Wasser“ und bezieht sich auf die Mäander des Riu de Sant Nicolau. Estany ist das katalanische Wort für See. Der Anblick des Estany de Sant Maurici mit der Bergkette der Encantats im Hintergrund ist eines der Wahrzeichen des Parks.

Wasser ist landschaftsprägend in diesem Nationalpark, der das wichtigste Seengebiet der Pyrenäen und eine Vielzahl an Flüssen enthält. Die Seen dienen als Reservoirs für Wasserkraftwerke. Auch große Höhenunterschiede zeichnen den Park aus, mit Wiesen und Laubwälder in den unteren Lagen, in den hohen Lagen breiten sich Felslandschaften und Almwiesen aus. Dazwischen: viele Nadelwälder.

Tierliebhaber können hoffen, Rothirsch, Wildkatze, Braunbär, Feldhasen, Pyrenäengämse, Murmeltiere, und Aspis-Viper zu beobachten. Besondere Vögel der Region: Bartgeier, Gänsegeier, Steinadler, Schlangenadler, Auerhuhn und Alpenschneehuhn. Forellen, Frösche, Kröten und Pyrenäen-Gebirgsmolch bevölkern die Seen und Flüsse.

Ordesa y Monte Perdido

Lage: Zentralpyrenäen, Provinz Huesca, Region Aragón.
NP-Status seit: 1918
Größe: 156 km2

Zusammen mit den Picos de Europa ist dieser Ordesa-Nationalpark der älteste Spaniens. Im Jahr 2018 wird er 100 Jahre alt. Das Gebiet grenzt an den französischen Parc National des Pyrenées und gehört seit 1997 zum UNESCO Welterbe.

Der Monte Perdido (3.355 m) dominiert das Bild dieser Hochgebirgsszenerie. Abrupte Höhenunterschiede resultieren in sehr gegensätzlichen Vegetationszonen, was auch für Wanderer sehr attraktiv ist. 600.000 Besucher pro Jahr bewundern hier die tiefsten Schluchten Europas.

Mehr als 1.300 Pflanzenarten birgt das Gebiet, darunter etwa 50, die in den Pyrenäen endemisch sind. Beispiele: Pyrenäen-Felsenteller und Zylindrisches Mannsbild. Reich an Fauna ist der Park auch: Pyrenäensteinbock, Pyrenäenmolch, Pyrenäendesman, Pyrenäengämse, Pyrenäenfrosch sind hier zu Hause. Ebenso Bartgeier, Steinadler, Wanderfalke, Kolkraben, Auerhahn. Und viele mehr.

Kantabrisches Gebirge

Adler aus Spanien
Adler aus Spanien

Picos de Europa

Lage: Kantabrisches Gebirge, Provinz Asturien, Leon, Kantabrien
NP-Status seit: 1918 (damals Covadonga)
Größe: 647 km2

Aus drei Massiven besteht das Kantabrische Gebirge, und der Nationalpark Picos de Europa umfasst Teile von allen dreien. Der Vorläufer des Parks war der Covadonga Nationalpark, der 1918 gegründet wurde, im gleichen Jahr wie der Ordesa Nationalpark. Erst seit 1995 heißt er Picos de Europa – „die Spitzen von Europa“.
Obwohl nur 15 Kilometer von der Küste entfernt, liegt der Park auf einer durchschnittlichen Höhe von 1.300 Metern. Es gibt einige sehr tiefe Höhlen wie die Torca del Cerro, die 1589 Meter tief ist.
Zahlreiche Tiere und Pflanzen leben hier. Besonders erwähnenswert: Pyrenäengämse, Castroviejo-Hase, Wildkatze, Kleinfleck-Ginsterkatze, Desman, Bergmolch, Nordiberische Kreuzotter und ein paar Wölfe. Außerdem Steinadler, Schlangenadler, Urogallo Cantabrico, Gänse- und Schmutzgeier. Bartgeier werden wieder angesiedelt.

Picos de Europa, Wanderer
Wanderer im Nationalpark Picos de Europa, tb

Nationalparks in Zentralspanien

Schwarzstorch in der Extremadura
Schwarzstorch in der Extremadura

Cabañeros

Lage: in den Toledo-Bergen, Provinzen Toledo und Ciudad-Real. Region Kastilien-La Mancha
NP-Status seit: 1995
Größe: ca. 410 km2

 

Schäferhütten – sogenannte "cabañas" – gaben dem Nationalpark seinen Namen. Die Schäfer sind lange ausgezogen, aber die Hütten kann man zum Teil noch heute besuchen.
Der Park liegt in den Toledo-Bergen, doch auch ein Teil der Raña de Santiago gehört dazu. „Rañas“ sind Ebenen mit Grasland, auf dem Weidetiere reichhaltige Nahrung finden.
Die Hälfte der Fläche besitzt der Staat, die andere Hälfte gehört verschiedenen Privatbesitzern, die auch zum Teil noch jagen oder jagen lassen. Zu Jagdzwecken wurde der zuvor hier ausgerottete Iberiensteinbock wieder ausgesetzt. Auch der Iberische Wolf starb hier schon vor Jahrzehnten aus. Dafür überleben hier noch bzw. wieder Pardelluchse, Spanische Kaiseradler und Mönchsgeier. Iberischer Hase, Rothirsch, Reh und Wildschwein sowie Dachs, Manguste und Fischotter fühlen sich hier wohl. Auch seltene Amphibien und Reptilien sind Teil der reichhaltigen Fauna.

Monfragüe

Lage: Extremadura, Provinz Cáceres
NP-Status seit: 2007
Größe: Ca. 184 km2

Der Monfragüe-Nationalpark bedeckt ein breites Tal, das die Flüsse Tajo und Tiétar durchfließen. Der  größte und besterhaltene mediterrane Wald weltweit macht diesen Park zu dem, was er ist. Eichenwälder, Strauchlandschaften und Weiden gehören ebenso zum Landschaftsbild wie Flüsse und Reservoirs.
Großer Artenreichtum ist die Folge. Hier lebt die größte Population von Mönchsgeiern. Ihre Zahl wuchs in Spanien zwischen 1970 und 1992 von 400 auf ca. 2000 an. Auch Kaiseradler und Schwarzstorch, beide stark bedroht, findet man hier. Monfragüe ist daher vor allem als Vogelbeobachtungsgebiet bekannt.
Außer der Natur faszinieren auch die Burg von Monfragüe und die Höhlenmalerei in der Höhle von El-Castillo.

 

Sierra de Guadarrama

 

Lage: nördlich von Madrid. Provinzen Madrid, Segovia und Ávila, Regionen Madrid und Kastilien-Leon
NP-Status seit: 2013
Größe: ca. 340 km2

 

Der jüngste Nationalpark erstreckt sich über den Gebirgszug der Sierra de Guadarrama nördlich von Madrid und bietet sich für Ausflüge von der Hauptstadt aus an. Besonders Kletterer und Wanderer nutzen die Möglichkeiten dieser Berggegend.
Je nach Höhe prägen Eichen- oder Kiefernwälder die Landschaft, in den höchsten Regionen Grasflächen. Der Pinar de la Acebeda z. B. ist ein bedeutender Waldkiefernbestand. Ein Paradies für Flora und Fauna ist auch dieser Nationalpark: 40 Prozent der Tierarten Spaniens sind vertreten, dazu fast 1.000 Pflanzenarten. Der Spanische Kaiseradler ist ebenso zu sehen wie der Mönchsgeier und der Schwarzstorch.
Auf kulturhistorischen Pfaden wandelnd kann man noch Überreste von Schäferhütten und alten Sägewerken sehen, die die regionale Kultur mitprägten. 
 
Tablas de Daimiel

Lage: südlich der Toledo-Berge, Provinz Ciudad Real, Region Kastilien-La Mancha
NP-Status seit: 1973
Größe: ca. 30 km2

Die Tablas de Daimiel stellen ein besonderes Ökosystem dar. Das Land ist flach und wird von zwei Flüssen – Guadiana und Cigüela – durchflossen. Der eine führt süßes, der andere salzhaltiges Wasser. Diese Flüsse treten über die Ufer und es entstehen Feuchtgebiete, hier tablas genannt. Damit sind die Tablas eines der letzten Flussauensysteme Spaniens. Zugvögel nutzen sie als Zwischenstation auf dem Weg in den Süden. Haubentaucher, Zwergtaucher, Reiher, Enten und Gänse finden hier ihr Vogelparadies. Ebenso finden verschiedene Amphibien und Reptilien eine Heimat.
Menschen haben in dieser Gegend hauptsächlich Windmühlen hinterlassen, manche von ihnen Hunderte Jahre alt.

Esel in Andalusien
Esel in Andalusien

Südspaniens Parques Nacionales

Iberischer Luchs
Iberischer Luchs

Doñana

Lage: Costa de la Luz, Provinzen Sevilla und Huelva, Region Andalusien
NP-Status seit: 1969
Größe: 543 km2

Der Nationalpark Doñana, seit 1994 Teil des UNESCO Welterbes, liegt rechts der Mündung des Flusses Guadalquivir. Das Terrain ist flach und mit einer Durchschnittshöhe von 16 Metern über dem Meer liegt es verhältnismäßig niedrig.
Die Landschaft wurde durch das Zusammenspiel von Fluss und Meer geformt. Sie ist ein Mosaik aus Stränden, Dünen und Marschen, die entsprechende Ökosysteme bilden. Die Jahreszeiten bieten hier ein beeindruckendes Schauspiel: Im Herbst überfluten die Marschen, im Winter liegen sie da wie ein See. Im Frühling bedecken Pflanzen die Wasseroberfläche, bevor das Gebiet im Sommer gänzlich austrocknet.
Der Park beherbergt eine Vielzahl an Arten. Unter ihnen der Spanische Kaiseradler und der Iberische Luchs, der akut vom Aussterben bedroht ist. Bekannt ist das Feuchtgebiet auch als Zwischenstation für Zugvögel auf dem Weg nach oder von Afrika.


Sierra Nevada

Lage: Provinzen Granada und Almería. Region Andalusien
NP-Status seit: 1999
Größe: ca. 860 km2

Die beeindruckende Bergkette der Sierra Nevada (sierra – Bergkette) erstreckt sich vom Südosten Granadas bis zum Westen Almerias und beheimatet den größten spanischen Nationalpark. Der Parque Nacional de Sierra Nevada bietet atemberaubende Ausblicke über eine große Vielfalt an Gebirgslandschaften. Der Mulhacén ist mit 3.479 Metern der höchste Gipfel der Halbinsel. Mehrere natürliche Quellen entspringen auf dem Gebiet des Parks.
Über 2.000 Pflanzenarten wachsen hier, mehrere davon endemisch. Auch Amphibien, Reptilien, Vögel und Säugetiere finden hier ein Zuhause, darunter Steinadler, Wildkatze und das für die Sierra typischste Tier, der Iberiensteinbock. Nevada bedeutet so viel wie “mit Schnee bedeckt”. Daher kommen Skifahrer hier auf ihre Kosten. Die Bergkette hat ein Ski-Resort, das südlichste in Europa. Und das nur etwa 20 Kilometer von der Mittelmeerküste entfernt.

Schutzgebiete im spanischen Mittelmeer

Ziegen in Spanien
Cabra aus Spanien: Ziege, tb

Archipiélago de Cabrera

Lage: 10 Seemeilen südlich von Mallorca. Provinz/Region Balearen
NP-Status seit: 1991
Größe: ca. 100 km2 (87 im Meer, 13 an Land)

Der Cabrera-Archipel besteht aus der Hauptinsel Cabrera, dem kleineren Eiland Conejera und etwa  15 kleineren Inseln. Der Name bedeutet so viel wie „Insel der Ziegen“ und bezieht sich nicht auf den spanischen Zoologen Ángel Cabrera.
Das Naturparadies ist Brutplatz großer Seevögelkolonien, z. B. von Sturmschwalbe, Gelbschnabel-Sturmtaucher und Korallenmöwe. Ein unverändertes Ökosystem und mit die besterhaltenen Meeresgründe der spanischen Mittelmeerküste zeichnen den Park aus. Der größte Teil des geschützten Gebietes liegt unter Wasser und bietet sogar Delfinen, Walen und Meeresschildkröten Schutz.

Nationalparks der Kanaren

Teide in Spanien
Teide in Spanien

Caldera de Taburiente

Lage: La Palma, Provinz Santa Cruz de Tenerife, Kanarische Inseln
NP-Status seit: 1954
Größe: 47 km2

Der Caldera de Taburiente ist ein Bergkessel (caldera = Kessel) von etwa neun Kilometern Durchmesser und ca. 28 Kilometern Umfang. Der höchste Punkt, der Roque de los Muchachos, ist gleichzeitig auch der höchste Punkt der Insel. Das Observatorium (Observatorio del Roque de los Muchachos) stellt eine weitere Attraktion der Insel dar. Vom Roque de los Muchachos geht es steil abwärts zum tiefsten Punkt des Kessels, etwa 2.000 Meter tiefer.
Die faszinierend zerklüftete Landschaft des Caldera de Taburiente-Nationalparks ist das Ergebnis von Erosion durch die zahlreichen Gebirgsbäche und Wasserfälle. Unter den vielen interessanten Arten gibt es einige Endemiten wie die Kanarische Kiefer.

Garajonay

Lage: Gomera, Provinz Santa Cruz de Tenerife, Kanarische Inseln
NP-Status seit: 1981
Größe: knapp 40 km2

Der Nationalpark Garajonay zählt seit 1986 zum UNESCO Welterbe. Er liegt in den zentralen Gebirgszügen Gomeras auf Höhen zwischen knapp 700 und 1500 Metern. Prähistorische und immergrüne Wälder sind die Hauptattraktion des Parks. Feuchtigkeit und Nebel begünstigen die einzigartige Vegetation und kreieren zudem eine außergewöhnliche Atmosphäre. Ein Lorbeerwald, Überrest uralter subtropischer Wälder, ist hier zu finden. Viele weitere Baumarten sowie eine große Zahl von Vogelarten sind hier zu Hause. Dafür aber kaum Reptilien und Amphibien.
Außer einigen Stätten von archäologischem Interesse kann man auch das "Silbo Gomero" entdecken, eine jahrhundertealte Pfeifsprache.

Teide

Lage: Teneriffa, Provinz Santa Cruz de Tenerife, Kanarische Inseln
NP-Status seit: 1954
Größe: fast 190 km2

 

Touristen lieben Teneriffa aufgrund des guten Wetters, der Strände, auch einiger Festivitäten wie dem Karneval. Bemerkenswert vor allem aber ist der Teide-Nationalpark.

Der beeindruckende Krater des Teide dominiert das Bild des Parks. Der Vulkan ist mit 3.718 Metern Höhe Spaniens höchster Gipfel und der drittgrößte Vulkan der Erde. Zuletzt ausgebrochen ist er 1798. Seit 2007 gehört er zum UNESCO Welterbe.
Die vulkanische Landschaft beheimatet viele verschiedene Tier- und Pflanzenarten, manche von ihnen endemisch auf den Kanaren. Besonders bemerkenswert ist die Flora mit 58 endemischen Arten, u. a. dem Teide-Veilchen, dem Teideginster und dem Teide-Natternkopf. Auch Insekten kommen zahlreich vor und die Hälfte der Arten ist nur hier heimisch. Säugetiere dagegen begegnen dem Besucher weniger häufig.


Timanfaya

Lage: Lanzarote, Provinz Las Palmas, Kanarische Inseln
NP-Status seit: 1974
Größe: gut 50 km2

Lanzarote besteht praktisch aus erstarrter Lava. Immer wieder kam es hier zu vulkanischer Aktivität und die Berge des Timanfaya-Nationalparks nennen Einwohner entsprechend die Montañas del Fuego (Feuerberge). Die letzte Eruption fand erst 1824 statt. Diese und vorige Eruptionen formten eine Landschaft von faszinierenden vulkanischen Formationen und geologischen Phänomenen wie Lavaseen und Vulkankegeln. Timanfaya ähnelt einer Mondlandschaft und der Montaña Rajada bietet einen hervorragenden Aussichtspunkt, diese auf sich wirken zu lassen.
Durch Trockenheit und Menschenleere blieb diese Landschaft seit den Eruptionen fast unverändert. Obwohl karg und wüstenähnlich, verbirgt sie eine reiche biologische Vielfalt.

Nationalpark in Nordwestspanien

Leuchtturm in Galicien
Kapp Home mit Blick auf den Nationalpark, tb

Islas Atlánticas de Galicia

Lage: vor der Westküste Galiciens, Provinzen A Coruña und Pontevedra, Region Galicien.
NP-Status seit: 2002
Größe: 85 km2 (73 im Meer, 12 an Land)

Am 13. Juni 2002 wurden die Islas Atlánticas de Galicia zum Nationalpark erklärt. Genau fünf Monate später – am 13.11.02 - ereignete sich die Havarie des Öltankers Prestige, durch die die galicische Küste stark verschmutzt wurde und auch das Gebiet des Nationalparks stark litt. Mehr als zehn Jahre später weisen wissenschaftliche Studien aber nach, dass ein Großteil der negativen Folgen überwunden sei.
Vier felsige Inselgruppen in den südgalicischen Buchtenbereich Rías Baixas bilden diesen Nationalpark: Ons, Cies, Sálvora und Cortegada. Klippen auf der Atlantikseite sowie Dünen und Strände gen Osten eignen sich bestens als Rückzugsort für einige der wichtigsten Seevögelkolonien der spanischen Küsten. So brütet hier u. a. Spaniens größte Kolonien von Mittelmeermöwen und Krähenscharben.
Mehr als 200 Algenarten und 400 Pflanzen gedeihen im Nationalpark. Eine weitere Attraktion: auf Cortegada wächst Europas größter Lorbeerwald. Weichtiere, Krustentiere, Fische und mehrere Delfinarten sind ebenfalls Teil der Artenvielfalt.

Picos de Europa
Nebel in den Picos de Europa, tb

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